DV-Format

Hinter den DV-Formaten verbergen sich mehrere standardisierte Aufzeichnungsformate für digitale Camcorder, die sich in den Magnetbändern und damit auch in der Kassettengröße unterscheiden. DV-Kassetten gibt es im Betacam SP-Format, in VHS- und im MiniDV-Format.


Das DV-Format gehört zu den Standard-Definition-Formaten (SD), es wurde von mehreren Herstellern definiert und ist bekannt als DVCAM, DVC, DVCPro, MiniDV und Digital-8 (D8). Alle DV-Formate haben eine Auflösung von 720 x 576 Bildpunkten, die Bidlwechselfrequenz beträgt beim DV-Format 25 Hz, bei anderen DV-Varianten ist sie doppelt so hoch. Zur Datenreduktion erfolgt die Aufzeichnung des Farbsignals im Komponentenvideo mit einem Farb-Subsampling von 4:2:0 und einer Quantisierung von 8 Bit. Mit einem Kompressionsverfahren, das ähnlich Motion JPEG (MJPEG) ist, wird eine weitere Datenreduktion um Faktor 5 erreicht. Die resultierende Datenrate für Video liegt bei 25 Mbit/s. In der Tonaufzeichnung gibt es geringfügige Unterschiede. Sie erfolgt digital mit einer Abtastrate von 48 kHz und einer Sampletiefe von 16 Bit für Stereo. Abweichend davon zeichnen einige DV-Varianten den Ton mit 12 Bit Auflösung in vier Kanälen bei einer Abtastrate von 32 kHz auf.

Der entscheidende Unterschied zwischen den verschiedenen DV-Varianten liegt in der Bandlaufzeit. Diese liegt bei miniDV bei 80 Minuten, DV hat 270 Minuten, DVCAM 50 bzw. 180 Minuten und DVCPro 63 und 123 Minuten. Panasonic hat mit dem DVCPro eine Variante des DV-Formats entwickelt, das mit einem Farb-Subsampling von 4:1:1 arbeitet.

Das DV-Format hat eine relativ gute Qualität und wird im professionellen Bereich für Reportagen eingesetzt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: DV-Format
Englisch: digital video format
Veröffentlicht: 07.04.2013
Wörter: 235
Tags: #Videotechnik
Links: 576 Zeilen, 720 Zeilen, Abtastrate, Auflösung, Betacam