DI (diffused illumination)

Das Verfahren der Diffused Illumination (DI), der diffusen Beleuchtung, ist ein Verfahren das in Multi-Touchscreens zur Bestimmung des Berührungspunktes eingesetzt wird. Diffused Illumination basiert auf dem veränderten Kontrastwert, der bei Berühren der Display-Oberfläche mit einem Finger oder einem Stift entsteht. Bei dem DI-Verfahren wird der Bildschirm gleichmäßig mit Infrarotlicht (IR) beleuchtet. Erfolgt die Beleuchtung von vorne, spricht man von Front Diffused Illumination, ist sie von hinten, ist es eine Rear Diffused Illumination. Beide Verfahren, ob Front oder Rear, sind vom Prinzip gleich.


Bei den DI-Verfahren wird der Displayschirm gleichmäßig mit Infrarotlicht ausgeleuchtet. Dafür befindet sich je nach Verfahren vor oder hinter dem Displayschirm IR-Lichtquellen, die das IR-Licht auf die Displayscheibe werfen, wo es von einem Diffusor gleichmäßig über den Displayschirm verteilt wird. Wird der Displayschirm mit einem Finger oder einem Stift berührt, wird mehr Infrarotlicht reflektiert. Die reflektierte Lichtveränderung wird von einer Digitalkamera detektiert und die Berührungskoordinaten werden von der Kamera-Software bestimmt. Je nach dem Aufbau des Diffusors können mit dem Diffused Illumination auch Objekte detektiert werden, die über der Displayfläche schweben ohne diese zu berühren.

Prinzip des Rear Diffused Illumination (DI)

Prinzip des Rear Diffused Illumination (DI)

Die Technik des Diffused Illumination zeichnet sich durch eine hohe Auflösung aus, sie kann durch Verschmutzung der Displayoberfläche und durch Umgebungslicht in ihren Ergebnissen beeinträchtigt werden, eignet sich für alle Bildschirmgrößen, sowie für Glas- und Acryl-Oberflächen und kann beliebig viele Berührungspunkte gleichzeitig detektieren.

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Deutsch:
Englisch: diffused illumination - DI
Veröffentlicht: 23.01.2013
Wörter: 249
Tags: #Bildschirm
Links: Auflösung, Beleuchtung, Bildschirm, Digitalkamera, Infrarot