D-Kanal

Beim D-Kanal handelt es sich um einen Anschlusskanal im ISDN, der hauptsächlich für die Zeichengabe bestimmt ist, also für den Verbindungsaufbau, -abbau und die Kommunikationssteuerung sorgt. Der D-Kanal hat eine Übertragungsgeschwindigkeit von 16 kbit/s (D16-Kanal) im Basisanschluss und 64 kbit/s (D64-Kanal) im Primärmultiplex-Anschluss.


Der D16-Kanal dient der leitungsgebundenen Außenband-Signalisierung an der Nutzer-Netz-Schnittstelle, der D64-Kanal an der Netz-Netz-Schnittstelle auf dem Zentral-Zeichengabekanal (ZZK) und auch als Signalisierungskanal an der Primärmultiplex-Schnittstelle von Endanwendern. Der D-Kanal verwendet zur Datenübertragung das LAP-D-Protokoll. Das D-Kanal-Protokoll ist im nationalen Bereich durch das Standardisierungsdokument 1TR6 festgelegt; im Euro-ISDN tritt an Stelle des nationalen Protokolls die ITU-Spezifikation DSS1.

Der D-Kanal wird in zwei quantitativ verschiedenen Kombinationen mit B-Kanälen (B für Bearer bzw. Betreiber) benutzt: der Basic Rate und der Primary Rate. Die Basic Rate hat zwei B-Kanäle mit je 64 kbit/s für digitale PCM zur Datenübertragung oder zur Übertragung quantisierter Sprache zuzüglich einen D-Kanal (2B + 1D), die Primary Rate 23 B-Kanäle plus einen D-Kanal (23B + 1D) in den USA und Japan, in Europa sogar 30 B-Kanäle plus einen Kanal (30B + 1D).

Informationen zum Artikel
Deutsch: D-Kanal
Englisch: D channel
Veröffentlicht: 07.06.2009
Wörter: 187
Tags: #ISDN-Protokolle
Links: Außenband-Signalisierung, BaAS (Basisanschluss), B-Kanal, BR (basic rate), DÜ (Datenübertragung)