Crossover

In der Akustik sind Crossover passive oder aktive Frequenzweichen mit denen das Lautsprechersignal für die verschiedenen Lautsprecher einer Lautsprecherbox frequenzmäßig aufgeteilt wird.

Der Audio-Frequenzbereich liegt zwischen 20 Hz und 20 kHz, was einem Wellenlängenbereich zwischen 17 m für eine 20-Hz-Schwingung und 1,7 cm für eine 20-kHz-Schwingung entspricht. Ein solch umfassender Wellenlängenbereich kann nur mit mehreren Lautsprechern abgedeckt werden. Aus diesem Grund muss der gesamte Audio-Frequenzbereich für Hochtöner, Mitteltöner, Tieftöner und Subwoofer über Hochpässe, Bandpässe und Tiefpässe frequenzmäßig für die Treiber aufgeteilt werden. Vom Konzept her können die Crossover die Frequenzbereiche für zwei, drei oder auch mehr Treiber aufbereiten. Da sich die einzelnen Frequenzbereiche etwas überlappen (crossover), benutzt man dafür die Bezeichnung Crossover.

Frequenzbereiche der verschiedenen Lautsprecher

Frequenzbereiche der verschiedenen Lautsprecher

Die in den Crossovern benutzten Filter charakterisieren mit ihrer Flankensteilheit die Trennung zwischen den Frequenzbereichen der einzelnen Lautsprecher. Typischerweise liegen die Flankensteilheiten bei 6 dB/ Oktave resp. 20 dB/ Dekade oder 12 dB/Oktave, sie können aber mit Filtern höherer Ordnung auf bis zu 24 dB/Oktave erhöht werden. Beim Crossover überlappen sich die Filterflanken.

Neben der frequenzmäßigen Trennung stabilisieren Crossover auch die impedanzmäßige Belastung durch die Lautsprecher. Darüber hinaus bieten einige die Möglichkeit der Anpassung des Lautstärkepegels zur Optimierung des Klangbildes.

Passive Crossover bestehen aus Spulen, Kondensatoren und Widerständen und sind lastabhängig. Aktive basieren auf integrierten Schaltungen (IC) und diskreten Transistoren. Sie sind lastunabhängig und bilden eine impedanzmäßige Pufferung.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Crossover
Englisch: crossover
Veröffentlicht: 14.07.2015
Wörter: 251
Tags: Akustik-Technik
Links: Akustik, Anpassung, BP (Bandpass), dB (decibel), Dekade