Carrier Extension

Um bei Gigabit-Ethernet eine Ausbreitung der Kollisionsdomäne auf 200 m zu erreichen, wurde das das Kollisionsverfahren CSMA/CD verbessert. Diese Ergänzung war erforderlich, da Ethernet-Frames mit der minimalen Framelänge von 64 Byte bereits komplett in das Übertragungsmedium eingespeist waren, bevor die sendende Datenstation eine Kollisionserkennung erkannte.


Aus diesem Grund wurden bei Gigabit-Ethernet sowohl die Framelänge als auch die Slotzeit vergrößert, was nicht standardkonform ist. Die Framelänge wurde von 64 Bytes auf 512 Bytes erweitert, wodurch die minimale Framelänge von 64 Bytes nicht beeinträchtigt wurde. Frames, die kleiner als 512 Bytes sind, werden auf diesen Wert aufgefüllt. Dafür gibt es ein spezielles Datenfeld, Carrier Extension, das dem Datenfeld für die zyklische Blockprüfung (CRC) folgt.

Ethernet-Frame mit Carrier 
   Extension für Gigabit-Ethernet

Ethernet-Frame mit Carrier Extension für Gigabit-Ethernet

Das Auffüllen auf eine minimale Framelänge von 512 Bytes beeinträchtigt die Performance kleiner Datenpaketen. Um diese zu kompensieren gibt es ein sogenanntes Packet-Bursting mit dem Server, Switches und andere Ethernet-Komponenten Bursts kleiner Datenpakete senden können und damit die zur Verfügung stehende Bandbreite besser ausnutzen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Carrier Extension
Englisch: carrier extension
Veröffentlicht: 09.10.2012
Wörter: 172
Tags: #Gigabit-Ethernet
Links: Bandbreite, Burst, Byte, CSMA/CD (carrier sense multiple access with collision detection), Datenfeld