CarRing

Die Automotive-Technik hat kein einheitliches Automotive-Netzwerk, sondern arbeitet mit verschiedenen Netzwerkkonzepten wie dem CAN-Bus, dem LIN-Bus, MOST oder FlexRay. Da aber das Auto der Zukunft nicht ohne ein einheitliches Kommunikationsnetz, das über eine hohe Datentransferrate und Echtzeitfähigkeit verfügt, auskommen wird, hat das Informationstechnische Zentrum der Technischen Universität Clausthal ein Forschungsprojekt mit der Bezeichnung CarRing II gestartet.


Bei CarRing II handelt sich dabei um ein echtzeitfähiges Netzwerk in Ringtopologie mit hohen Datenraten. CarRing II wird den zukünftigen Anforderungen an ein Hochgeschwindigkeitsnetz gerecht.

CarRing II zeichnet sich durch Datenraten von 200 Mbit/s bis 1 Gbit/s aus und bietet zuverlässige Verbindungen von Sensoren, Aktoren und Steuergeräten, die im CarRing-Konzept als Attachments bezeichnet werden. Neben den Attachments kennt das CarRing-Konzept noch Knoten, die das CarRing-Protokoll umsetzen. Die einzelnen Ringe übertragen unidirektional, sie sind über Switch-Knoten miteinander verbunden und können jeweils bis zu 16 Knoten umfassen. Die Kommunikation zwischen den Knoten ist Vollduplex. Über die Switch-Knoten können bis zu 255 Ringe untereinander verbunden werden.

Als Übertragungsmedium benutzt CarRing preiswerte Plasikfasern. Bei Verbindungen unter 100 m können Datenraten von 10 Gbit/s realisiert werden. Als Zugangsverfahren benutzt CarRing TDMA mit Register Insertion (RI) und garantiert damit eine maximale Paketzustellzeit. Codiert werden Header und Nutzdaten mit der 8B/10B-Codierung, die Fehlererkennung erfolgt mit zyklischer Blockprüfung (CRC).

Die Redundanz des CarRing-Konzeptes wird durch einen zweiten Standby-Knoten erreicht, der als Bypass arbeitet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: CarRing
Englisch: CarRing
Veröffentlicht: 21.06.2008
Wörter: 233
Tags: #Automotive-Konzepte
Links: 8B10B-Codierung, Aktor, Automotive-Technik, Bypass, CAN (controller area network)