Canopy

Das von Motorola entwickelte proprietäre Canopy-System ist eine Funktechnik für den Nah- und Fernbereich. Die Canopy-Technik kann als Vorläufer von WiMAX angesehen werden. Das Canopy-System wurde als kostengünstige Funktechnik für die Last Mile konzipiert um Privat- und Geschäftskunden in Landstrichen mit unterversorgter DSL-Technik einen schnellen funktechnischen Zugang zum Internet zu bieten.


Ebenso wie WiMAX arbeitet Canopy in den lizenzfreien ISM-Bändern bei 900 MHz, 2,4 GHz, 5,25 GHz, 5,45 GHZ (Zentraleuropa) oder 5,725 GHz ohne Sichtverbindung (NLOS). Die maximale Strahlungsleistung (ERP) beträgt 1 W. Canopy kann als Punkt-zu-Multipunkt-Verbindung in Gemeinden sowie in Klein- oder Großunternehmen eingesetzt werden, ebenso aber auch als Punkt-zu-Punkt-Verbindung für die Überbrückung größerer Entfernungen. Die Datenraten liegen im Mehrpunktbetrieb bei 14 Mbit/s, im P2P-Betrieb bei 33 Mbit/s. Die Übertragung kann verschlüsselt erfolgen.

Das Canopy-System besteht aus dem Access Point (AP), der über eine Ethernet-Verbindung mit dem lokalen Netz verbunden ist. Der Access Point Cluster (AP-Cluster) ist ein leistungsstarkes System, das sechs Zugangspunkte und ein Cluster Management Module (CMM) umfasst. Das Backhaul Module (BH) unterstützt die Übertragungsstrecke von einer Basisstation zum Backbone und das Subscriber Module (SM) ist der Zugangsempfänger über den die Zugänge zu den Access Points verwaltet werden. Der Bandwidth and Authentication Manager (BAM) hat die Aufgaben der Authentifizierung und der Bereitstellung der Bandbreite für jeden einzelnen Nutzer. Ein weiteres Modul ist das Prizm Element Management System (PrizmEMS), ein Konzentrator, der die Erfassung, Netzüberwachung sowie das Fehler- und Elementmanagement übernimmt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Canopy
Englisch: canopy
Veröffentlicht: 28.02.2013
Wörter: 248
Tags: #Sonstige WLANs
Links: AP (access point), Authentifizierung, Backbone, Backhaul, Bandbreite