COSPAS-SARSAT (search and rescue satellite aided tracking)

COSPAS-SARSAT ist ein satellitengestütztes Such- und Rettungssystem aus den 80er Jahren. Es handelt sich um ein internationales Seenotfallsystem mit russischer Beteiligung. Die Abkürzung COSPAS ist aus dem Russischen abgeleitet und bedeutet so viel wie Space System for the Search of Vessels in Distress, und die Abkürzung SARSAT steht für Search and Rescue Satellite Aided Tracking.


Mit dem Cospas-Sarsat-System können in Seenot geratene Schiffe und Personen mit einem Notsender oder mittels Funkboje, Emergency Position Indication Radio Beacon (EPIRB), geortet werden. Das Cospas-Sarsat-System arbeitet mit sechs LEO-Satelliten, LEOSAR, und fünf GEO-Satelliten, GEOSAR, die die Notsignale von Notsendern empfangen und daraus die Koordinaten des Notfallopfers berechnen können. Die Frequenzen der Notsender sendeten früher auf 121 MHz, 243 MHz oder 406 MHz. Die beiden unteren Frequenzen wurden eingestellt, so dass nur noch auf der internationalen Notfunkfrequenz von 406 MHz gesendet wird.

Im Unterschied zum Such- und Rettungsdienst (SAR) von Galileo werden die empfangenen Notsignale bei Cospas-Sarsat nicht quittiert. Der Hilfesuchende hat somit keine Kenntnis davont, ob die Notsignale empfangen wurden. Zudem liegt die Ortungsgenauigkeit bei dem in den 80er Jahren entwickelten System im Kilometer-Bereich und die Reaktionszeit bei über einer Stunde. Das hängt damit zusammen, dass die niedrig fliegenden Leosar-Satelliten spätestens nach 45 bis 60 Minuten jeden Erdpunkt überflogen haben.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Cospas-Sarsat-System
Englisch: search and rescue satellite aided tracking - COSPAS-SARSAT
Veröffentlicht: 17.03.2018
Wörter: 210
Tags: #Satelliten-Navigation
Links: EPIRB (emergency position indication radio beacon), Frequenz, Galileo, GEO (geostationary earth orbiter), GEOSAR (geostationary search and rescue)