COFDM (coded orthogonal frequency division multiplex)

Coded Orthogonal Frequency Division Multiplex (COFDM) wurde in Europa als Standard für die terrestrische Übertragung von Digital Video Broadcasting (DVB) und DRM-Radio ausgewählt. In Amerika hat sich die ATSC bei Digital-TV für die Restseitenbandmodulation entschieden.


COFDM hat den Vorteil, dass Laufzeitunterschiede bei der Übertragung von Digital Video Broadcast, die durch Reflexionen an Gebäuden oder Bergen hervorgerufen werden und die sich als Geisterbilder unangenehm bemerkbar machen, komplett kompensiert werden können.

Die Unsensibilität von DBV-T gegenüber den Laufzeitunterschieden wird bei COFDM durch die mehrfache, gleichzeitige orthogonale Ausstrahlung des gleichen Signals erreicht. Dabei wird das Signal gleichzeitig auf viele Trägerfrequenzen aufmoduliert. Das können bis zu 6.875 Einzelträger sein. Der Trägerabstand kann dabei bis auf 1 kHz reduziert werden. Durch die Orthogonalität, bei der immer ein Maximum der Spektralverteilung eines Senders mit dem Minimum der Spektralverteilung des benachbarten Senders zusammenfällt, findet keine Beeinflussung von benachbarten Trägerfrequenzen statt. Diese Vielfachmodulation eignet sich ideal für terrestrisch abgestrahltes Digital-TV und für mobilen Fernsehempfang.

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Deutsch:
Englisch: coded orthogonal frequency division multiplex - COFDM
Veröffentlicht: 25.02.2012
Wörter: 170
Tags: #Modulationstechniken
Links: ATSC (advanced television systems committee), Digital-TV, DRM (digital radio mondiale), DVB (digital video broadcasting), Geisterbilder