CLI (common language infrastructure)

Common Language Infrastructure (CLI) ist ein Standard von ISO, Internationale elektrotechnische Kommission (IEC) und ECMA (335), der von Microsoft, Hewlett Packard und Intel im Jahr 2000 vorgeschlagen wurde. In diesem Standard wird eine Infrastructure definiert, in der Anwendungen, die in den unterschiedlichsten Programmiersprachen geschrieben wurden, mit den verschiedensten Systemplattformen ausgeführt werden können, und zwar ohne, dass sie neu geschrieben werden müssen. Der Standard berücksichtigt auch die spezifischen Charakteristiken der verschiedenen Systemumgebungen.


Was .NET betrifft, so spezifiziert die Common Language Infrastructure ein System für eine programm- und plattformunabhängige .NET-Anwendungsentwicklung. Neben der Umsetzung in das .NET-Framework gibt es weitere Implementierungen für Unix, Linux und Mac OS X.

Der ECMA-Standard 335 besteht aus mehreren Teilen, die sich mit dem CLI-Konzept und der Architektur befassen, der Definition der Metadaten und der Semantik, den Befehlssätzen, Profilen und Bibliotheken, und den Debug-Formaten. Wass die Architektur betrifft, so erfolgt eine normative Beschreibung des Common Type Systems (CTS), des Virtual Execution Systems (VES) und der Common Language Specification (CLS). Der CLI-Befehlssatz beschreibt die Common Intermediate Language (CIL) und das Debugging-Format den Austausch von Debugging-Informationen zwischen CLI-Hersteller und Anwender.

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Deutsch:
Englisch: common language infrastructure - CLI
Veröffentlicht: 27.10.2015
Wörter: 185
Tags: #.NET
Links: .NET, Architektur, Bibliothek, CIL (common intermediate language), CLS (common language specification)