Codemultiplex

Beim Codemultiplex (CDM) werden die Signale mit individuellen Codesequenzen codiert, gemeinsam über einen Übertragungskanal oder ein Übertragungsmedium übertragen und danach durch geeignete Filtertechniken aus dem Signalgemisch ausgefiltert.

Für die Ausfilterung der Codesequenzen wird jedem Teilnehmer ein bestimmtes Codemuster zugewiesen. Mit diesem Muster können die unterschiedlich kodierten Signale auseinander gehalten und voneinander getrennt werden. Die Codes müssen unabhängig zueinander sein, damit sie sich nicht gegenseitig beeinträchtigen. Durch die Verwendung von Codesequenzen wird die zu übertragende Datenmenge vergrößert, da das Signal gespreizt wird.

Die CDM-Technik erlaubt die gleichzeitige Kommunikation verschiedener Verbindungen oder Sitzungen über eine physikalische Leitung bzw. über eine Funkverbindung. Mit diesem Verfahren können Signale von Übertragungskanälen unterschieden werden, die mehrere Sender im gleichen Frequenzband zeitgleich ausstrahlen. Codemultiplex-Verfahren können deshalb als Zugangsverfahren (CDMA) für die Nutzung von Funkkanälen bei Punkt-zu-Mehrpunktverbindung (P2MP) und Mobilfunksystemen eingesetzt werden.

Bei den Codemustern handelt es sich um Bitmuster. Es darf allerdings nicht jedes beliebige Bitmuster vergeben werden, da es sonst zu gegenseitigen Beeinflussungen der kodierten Signale kommen könnte. Die Codes müssen zueinander unabhängig sein, was als orthogonal bezeichnet wird.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Codemultiplex
Englisch: code division multiplexing - CDM
Veröffentlicht: 09.11.2020
Wörter: 193
Tags: DK-Übertragung
Links: Code, Frequenzband, Kommunikation, Leitung, Orthogonal