CDM (code division multiplexing)

Beim Codemultiplex (CDM) werden die Signale mit individuellen Codesequenzen codiert, gemeinsam über einen Übertragungskanal oder ein Übertragungsmedium übertragen und danach durch geeignete Filtertechniken aus dem Signalgemisch ausgefiltert. Zu diesem Zweck wird jedem Teilnehmer ein bestimmtes Codemuster zugewiesen. Mit diesem Muster können die unterschiedlich kodierten Signale auseinander gehalten und voneinander getrennt werden.


Die Codes müssen unabhängig zueinander sein, damit sie sich nicht gegenseitig beeinträchtigen. Durch die Verwendung von Codesequenzen wird die zu übertragende Datenmenge vergrößert, da das Signal gespreizt wird.

Die CDM-Technik erlaubt die gleichzeitige Kommunikation verschiedener Verbindungen oder Sitzungen über eine physikalische Leitung bzw. über eine Funkverbindung. Mit diesem Verfahren können Signale von Übertragungskanälen unterschieden werden, die mehrere Sender im gleichen Frequenzband zeitgleich ausstrahlen. Codemultiplex-Verfahren können deshalb als Zugangsverfahren (CDMA) für die Nutzung von Funkkanälen bei Punkt-zu-Mehrpunktverbindung (P2MP) und Mobilfunksystemen eingesetzt werden.

Da auch UMTS ein digitaler Mobilfunkstandard ist, handelt es sich bei den Codemustern natürlich um Bitmuster. Dabei darf aber nicht jedes beliebige Bitmuster vergeben werden, da es sonst zu gegenseitigen Beeinflussungen der so kodierten Signale kommen könnte. Die Codes müssen zueinander unabhängig sein, was der Fachmann als zueinander orthogonal nennt.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Codemultiplex
Englisch: code division multiplexing - CDM
Veröffentlicht: 19.06.2008
Wörter: 202
Tags: #Übertragungstechniken der Datenkommunikation
Links: Code, Frequenzband, Kommunikation, Leitung, Orthogonal