CATV (cable television)

CATV steht für Cable Television, also Kabelfernsehen. In den Anfangsjahren des Kabelfernsehens stand die Abkürzung auch für Community Antenna Television, eine Gemeinschaftsantennenanlage für die allerdings die englische Bezeichnung Master Antenna Television (MATV) benutzt wird.


Technisch handelt es sich beim Kabelfernsehen um ein Kabelverteilnetz für den Fernsehempfang. Von der Struktur her ist es eine Baumstruktur eines Koaxialkabels, an das die einzelnen Endkunden angeschlossen werden. Die Übertragung geht von der Kopfstelle, Head-End-Station, aus, in die die Fernseh- und Rundfunksignale der Fernsehsatelliten oder die der terrestrischen Übertragung eingespeist werden.

CATV-Netze können für die Versorgung einzelner Wohngebiete bis hin zur Versorgung ganzer Großstädte und Regionen eingesetzt werden. Die Struktur eines CATV-Netzes ist hierarchisch, zentraler Punkt ist die Kopfstelle. Über diese Kopfstelle erfolgt die Einspeisung der Programme sowie die Kommunikation zu den Satelliten und mit anderen Netzen. Der Datentransport von der Kopfstelle über das Kabelverteilnetz zu den Teilnehmern erfolgt über das Cable Modem Termination System (CMTS). Die maximale Geschwindigkeit liegt im Downstream bei 50 Mbit/s, im Upstream bei 10 Mbit/s. Bedingt durch die Problematik im Last-Mile-Bereich gewinnen Kabelverteilnetze zunehmend an Bedeutung für den Anschlussbereich und für die Stadtnetzbetreiber. Über sie können kostengünstige Internetanschlüsse und Telefonnetze realisiert werden.

In Kabelfernsehnetze werden analoge und digitale Fernseh- und Hörfunkprogramme eingespeist. Das Programmangebot umfasst terrestrisch ausgestrahlte analoge und digitale Hörfunk- und Fernsehprogramme - Beispiel DVB-T - , ebenso wie von Satelliten ausgestrahlte Fernseh- und Rundfunkprogramme - Beispiel DVB-S.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Kabelfernsehen - KFS
Englisch: cable television - CATV
Veröffentlicht: 12.01.2015
Wörter: 243
Tags: #Kabelnetze
Links: Analog, Antenne, Baumstruktur, Community, Digital