Broadcaststurm

Broadcaststürme zählen zu den DoS-Attacken. Sie entstehen dann, wenn in einer Netzkonfiguration viele Stationen gleichzeitig eine Antwort übertragen. Wobei jede Antwort wiederum mehr Antworten erzeugt, was sich wie ein Schneeballeffekt auswirkt.


In der Regel hat die sendende Station einen Broadcast gesendet, der gleichzeitig von vielen Stationen beantwortet wird, was mit Re-Broadcasten bezeichnet werden kann. Da das Re-Broadcasten einer gewissen Wahrscheinlichkeit unterliegt, hängt die Anzahl der beantworteten Broadcasts von dieser ab. Ist die Wahrscheinlichkeit gering, bekommen einige Knoten im Netzwerk keine Nachricht, ist sie dagegen hoch, verhält sich das Antwortverhalten wie beim Flooding.

In der Regel handelt es sich bei Broadcaststürmen um Probleme in der Redundanz der Konstellation, der Konkurrenzsituation und/oder von Kollisionen. So können beispielsweise topologische Schleifen im Netzwerk Verursacher von Broadcaststürmen sein. Beim Redundanzproblem können Knoten, die die Nachricht schon haben, diese ein weiteres Mal empfangen, was zusätzlichen und überflüssigen Traffic verursacht und die Wahrscheinlichkeit der Kollisionen erhöht. Die Kollisionsproblematik stellt sich bei Mobilfunknetzen, da diese nicht mit Kollisionserkennung arbeiten.

DoS-Attacken

DoS-Attacken

Broadcaststürme können vorsätzlich ausgelöst werden, indem eine Flut an Broadcast-Paketen in ein Netzwerk gesendet wird. Der Netzwerktraffic kann dadurch blockiert werden und das Netzwerk zusammenbrechen. Broadcaststürme können einen erheblichen Schaden anrichten, da sie hinlänglich Netzwerkressourcen binden und dadurch den eigentlichen Datenverkehr beeinträchtigen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Broadcaststurm
Englisch: broadcast storm
Veröffentlicht: 22.01.2012
Wörter: 226
Tags: #Gefahrenpotential #Cybercrime
Links: Broadcasting, DoS (denial of service), Fluten, Knoten, Kollision