Boot-Sektor

Ein Boot-Sektor ist der Teil einer Festplatte, in dem der Code gespeichert wird, mit dem das Betriebssystem oder ein bestimmtes eigenständiges Programm gebootet werden kann. Darüber hinaus enthält der Boot-Sektor weitere Key-Features für den Betrieb des entsprechenden Speichermediums und Betriebssystems.


Bei den Boot-Records unterscheidet man zwischen dem Master Boot Record (MBR) in partitionierbaren Festplatten, und den Volume Boot Records (VBR) in nicht-partitionierbaren Disketten. Boot-Records sind am Ende mit einer hexadezimalen Sequenz, bestehend aus zwei Bytes (0x55, 0xAA) abgeschlossen. Diese Byte-Kombination nennt sich die Boot Sector Signature und zeigt die Gültigkeit des Boot-Sektors an. Ist die Boot Sector Signature nicht vorhanden, dann wird entweder vom Basic Input/Output System (BIOS) oder vom Master Boot Record eine Fehlermeldung erzeugt und das Booten unterbrochen.

Das Basic Input/Output System (BIOS) des Rechners, das nach dem Einschalten als erstes arbeitet, prüft ob es sich bei dem Boot-Sektor um einen Master Boot Record oder einen Volume Boot Record (VBR) handelt, und entscheidet danach über den weiteren Vorgang.

Neuere Systeme wie Extensible Firmware Interface (EFI) und Unified Extensible Firmware Interface (UEFI) arbeiten als leichtgewichtige Betriebssysteme ohne dass sie einen Boot-Sektor benötigen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Boot-Sektor
Englisch: boot sector
Veröffentlicht: 11.01.2017
Wörter: 192
Tags: #Betriebssysteme
Links: BS (Betriebssystem), BIOS (basic input/output system), Byte, Code, Diskette