Bluetooth medical profile

Für die drahtlose Übertragung von Medizin-Daten hat die Bluetooth Special Interest Group (BSIG) mit dem Health Device Profile (HDP) ein Bluetooth Medical Profile standardisiert. Mit dem Personal Health Data (PHD) wurde von IEEE 11073 eine weitere Spezifikation für medizinische Daten verabschiedet. Durch die Standardisierung können medizinische Daten zwischen Geräten von verschiedenen Herstellern ausgetauscht werden.


Die Vereinheitlichung betrifft den Aufbau der Datenpakete und auch die Verpackung der Daten. In den Bluetooth-Profiles werden die gesamten Protokollstacks definiert unter Einbeziehung der Anwendungsschicht. Dadurch werden die Bluetooth-Geräte untereinander interoperabel. Darüber hinaus haben die Bluetooth-Profile den Vorteil, dass die Geräte auf ihre spezifischen Anwendungen beschränkt bleiben.

Einsatzbereich des Bluetooth Medical Profile

Einsatzbereich des Bluetooth Medical Profile

Das Bluetooth Medical Profile besteht aus dem Übertragungsprotokoll, das für medizinische Daten im Bluetooth-Protokollstack benutzt werden kann, und dem Teil, in dem die Datenstruktur festgelegt ist. Bei dieser wird auf die Spezifikation nach IEEE 11073 verwiesen, in der der Datenaustausch zwischen medizinischen Geräten auf verschiedenen Übertragungsmedien festgelegt ist. Das Bluetooth Medical Profile ist komplexer ausgelegt als andere Bluetooth-Profile, da es Medizin-Daten von unterschiedlichen Sensoren parallel übertragen muss. Daher schließt dieses Bluetooth-Profil ein weiteres Protokoll für das Multiplexing mit ein.

Eingesetzt werden die Bluetooth Medical Profiles in der häuslichen Patienten-Überwachung, aber auch in Krankenhäusern und Arztpraxen.

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Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: Bluetooth medical profile
Veröffentlicht: 25.04.2013
Wörter: 213
Tags: Bluetooth Medizintechnik
Links: Anwendungsschicht, Bluetooth-Profile, Bluetooth-Protokollstack, BSIG (Bluetooth special interest group), Datenpaket