Blindleistungskompensation

Blindleistungen entstehen an Reaktanzen, an Induktivitäten und Kapazitäten und sind dadurch gekennzeichnet, dass der sie durchfließende Strom und nicht in Phase ist mit der anliegenden Spannung. Zwischen beiden liegt ein Phasenwinkel. In Energienetzen bereitet diese Phasenverschiebung insofern Probleme, als dass sie zu einer Netzunsymmetrie führt, Rückwirkungen im Netz auslöst, das Stromnetz höher belastet und eine Schieflast verursacht. Diese Probleme können durch eine Blindleistungskompensation behoben werden.


Bei der Blindleistungskompensation geht es darum, die durch eine Reaktanz verursachte Phasenverschiebung durch eine Reaktanz mit entgegengesetzter Phasendrehung zu kompensieren. Wird die Phasenverschiebung durch induktive Belastungen hervorgerufen, dann erfolgt die Blindleistungskompensation durch Zuschalten von Kapazitäten, und umgekehrt.

Da Blindleistungen auch durch Kurzzeitbelastungen entstehen und sich in Form von Spannungseinbrüchen oder Überspannungsspitzen bemerkbar machen, müssen Blindleistungskompensatoren auf kürzeste Spannungs- oder Stromänderungen reagieren. Zur Kompensation von Blindleistungen wird u.a. statische Blindleistungskompensatoren, Static VAR Compensator (SVC), eingesetzt, die mit passiven und aktiven Filtern zur Dämpfung der Oberwellen arbeiten und außerdem mechanisch oder Thyristor-gesteuert Reaktanzen und Kapazitäten, Thyristor Controlled Reactor (TCR) und Thyristor Switched Capacitor (TSC), zuschalten können.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Blindleistungskompensation
Englisch: reactive power compensation
Veröffentlicht: 08.12.2015
Wörter: 185
Tags: #Energienetze
Links: Blindleistung, Blindwiderstand, Dämpfung, Filter, Induktivität