Bitbus

Der Bitbus ist ein offener, echtzeitfähiger Feldbus, der bereits 1983 von Intel entwickelt und 1990 von der IEEE unter IEEE 1118 standardisiert wurde.


Als Feldbus für die Automation und Produktion kann der Bitbus autonom arbeitende Sensoren, Aktoren und Steuergeräte über große Entfernungen miteinander verbinden. Die Entfernung kann ein Kilometer und mehr betragen und das bei Datenraten von 62,5 kbit/s. Noch größere Entfernungen können mit Repeatern überbrückt werden. Für kürzere Entfernungen gibt es höhere Datenraten von 375 kbit/s und 1,5 Mbit/s. Als Übertragungsmedium benutzt der Bitbus STP-Kabel mit einer Impedanz von 120 Ohm. Für die Übertragung reicht ein einpaariges Kabel. Der Zugriff auf das Übertragungsmedium ist deterministisch, ds bedeutet, das jede angeschlossene Station innerhalb einer definierten Zeitspanne das Zugangsrecht erhält.

Vom Betrieb her handelt es sich um einen Master-Slave-Betrieb. Pro LAN-Segment können 28 Stationen angeschlossen werden, insgesamt 250.

Bitbus-Konfiguration

Bitbus-Konfiguration

Basis der Bitbus-Technologie sind die Industriebus-Schnittstelle RS-485 und das SDLC-Protokoll aus der SNA-Welt. Das synchrone, nachrichtenbasierte Synchronous Data Link Control (SDLC) arbeitet mit Fehlererkennung. Das Bitbus-Protokoll eignet sich speziell für die Übertragung von kleinen Datenpaketen mit bis zu 248 Byte. Als Codierung benutzt Bitbus Non Return to Zero Inverted (NRZ-I).

Informationen zum Artikel
Deutsch: Bitbus
Englisch: Bitbus
Veröffentlicht: 25.08.2011
Wörter: 196
Tags: #Feldbusse #Automations-Busse
Links: Aktor, Automation, Byte, Codierung, Datenpaket