Bistabiles Display

Bistabile Displaytechniken zeichnen sich dadurch aus, dass sie zwei stabile Zustände besitzen: Hell oder dunkel, absorbierend oder reflektierend. Die Zustände werden ohne Spannungsversorgung solange beibehalten, bis sie durch Spannungszuführung geändert werden.


Bistabile Displays behalten also ohne Energiezufuhr ihr einmal eingegebenes Ladungsbild bei. E-Paper ist eine solche elektrophoretische Anzeige. Es gibt aber auch bistabile Flüssigkristallanzeigen, die ihre Ladung ohne und natürlich auch mit Energiezufuhr beibehalten können. Darüber hinaus gibt es auch bistabile Anzeigen, die elektromagnetisch-mechanisch arbeiten mit Metallmembranen oder Kippvorrichtungen in Mikrosystemtechnik, wie das Mirasol-Display, und wieder andere, wie das PNLC-Display und das MIP-Display, die mit Pixelspeichern arbeiten, in denen die beiden bistabilen Zustände gespeichert werden.

Bistabile LCD-Displays und E-Paper haben den Nachteil, dass sie nur eingeschränkt farbtauglich und ihre Schaltzeiten relativ hoch sind, so, dass sie für normale Displays mit ständigen Änderungen ungeeignet sind.

Eines der ersten monochromatischen, bistabilen Displays für E-Paper war Gyricon, das bereits in den 70er Jahren entwickelt wurde. Später wurde das EPD-Display von der Firma I-Ink entwickelt, die mit dem ACeP-Display, Advanced Color e-Paper (ACeP), auch ein bistabiles Farbdisplay entwickelt haben.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Bistabiles Display
Englisch: bistable display
Veröffentlicht: 20.02.2018
Wörter: 190
Tags: #Displays
Links: ACeP (advanced color e-paper), Bildschirm, Elektrophoretisches Display, EPD (electronic paper display), Farbe