Bimetallmesswerk

Das Bimetallmesswerk gehört wie das Drehspul-, Dreheisen- oder Drehmagnetmesswerk zu den Messwerken, die in analog anzeigenden Zeigerinstrumenten eingesetzt werden. Bei diesem Messwerk wird das Drehmoment durch eine Bimetallspirale erzeugt, die sich bei Stromfluss erwärmt und sich entrollt. Diese Entrollbewegung bildet den Zeigerausschlag.


Das Gegendrehmoment erzeugt eine Spiralfeder. Die Bimetallfeder besteht aus zwei verschiedenen Metallen mit unterschiedlichem Wärmeausdehnungskoeffizient., beispielsweise Zink und Stahl, die aufeinander gewalzt und untrennbar miteinander verbunden sind. Bei Erwärmung durch Stromfluss dehnen sich die beiden Metalle unterschiedlich aus, was dazu führt, dass die Spirale sich verlängert oder verkürzt. Da der Messinstrumentzeiger direkt mit der Spiralfeder verbunden ist, ändert sich der Zeigerausschlag mit dem Stromfluss bzw. der Erwärmung der Spiralfeder. Der Zeigerdrehwinkel ist proportional dem Stromfluss im Quadrat und daher nicht richtungsabhängig. Entsprechend hat auch die Skalenanzeige einen quadratischen Verlauf.

Bimetallmesswerke werden vorwiegend für die Messung hoher Ströme eingesetzt und haben eine relativ hohe thermische Trägheit.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Bimetallmesswerk
Englisch: bimetal meter
Veröffentlicht: 30.05.2011
Wörter: 160
Tags: #Messgeräte und Testgeräte
Links: Analog, Dreheisenmesswerk, Drehmagnetmesswerk, Drehspulmesswerk, Messung