Bildschirmschoner

Bildschirme mit emittierenden Phosphoren können bei längerer, gleichbleibender Darstellung durch den dauernden Elektronenbeschuss beschädigt werden. Dieser als Burn-In bekannte Effekt reduziert die Leuchtkraft der Phosphore und zeigt sich bei anderen Darstellungen dadurch, dass die betreffenden Pixel etwas dunkler leuchten.


Der Burn-In-Effekt tritt bei Kathodenstrahlröhren und Plasma-Displays auf und ist umso stärker, je länger auf dem Bildschirm mit der gleichen Maske gearbeitet wird. Man erkennt dies an den dunkleren Bildschirmteilen von ständig genutzten Masken, die sich in dem Phosphor des Bildschirms einbrennen und in ihrer Leuchtkraft nachlassen.

Um das Einbrennen von Bildschirmmasken in den Phosphor so weit als möglich zu verhindern, schaltet der Bildschirm, wenn über einen bestimmten Zeitraum keine Tastatureingaben erfolgen, in einen Save-Modus, um ein weiteres Einbrennen der benutzten Arbeitsmaske zu verhindern. Sobald eine Tastatureingabe oder eine Mausbewegung ausgeführt werden, schaltet das Betriebssystem auf den Desktop.

Beispiel für ein Bildschirmschoner-Muster

Beispiel für ein Bildschirmschoner-Muster

Anstelle der Arbeitsmaske tritt eine grafische Darstellung, die statistisch über den Bildschirm bewegt wird, damit alle Phosphorpartikel gleich beansprucht werden. Diese über den Bildschirm wandernden grafischen Darstellungen nennt man Bildschirmschoner. Sie können in der Systemsteuerung ausgewählt und eingestellt werden.

Bildschirmschoner können auch für Werbung eingesetzt werden. Die Werbebebanner lassen sich Online aktualisieren und die Anzeigedauer kann für die Berechnung der Werbeleistung an den Werbeserver übermittelt werden. Die Screensaver-Werbung hat einen hohen Aufmerksamkeitswert.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Bildschirmschoner
Englisch: screen saver
Veröffentlicht: 17.03.2013
Wörter: 232
Tags: #Displays
Links: BS (Betriebssystem), Bildschirm, Desktop, Einbrenneffekt, Kathodenstrahlröhre