Betriebssystemvirtualisierung

Die Betriebssystemvirtualisierung ist eine Implementierungsvariante der Servervirtualisierung. Virtualisiert wird im Gegensatz zu anderen Modellen wie der vollständigen Virtualisierung oder der Paravirtualisierung, das Betriebssystem selbst. Die Lösungen basieren dabei auf einer einzigen Betriebssystem-Instanz bzw. einem Kernel, daher auch die synonyme Bezeichnung Single Kernel Image (SKI).


Das Betriebssystem bildet Instanzen seiner selbst, die voneinander isoliert werden, wobei das System den virtuellen Maschinen (in diesem Kontext oft auch als Container bezeichnet) "private" Ressourcen wie Dateisysteme, IP-Adressen, Hostnamen, User-Namespaces usw. zuweist. Dabei sind zwangsläufig alle virtuellen Maschinen (VM) vom selben Betriebssystem-Typ und Releasestand, mindestens im Hinblick auf den Kernel.

Modell der Betriebssystemvirtualisierung

Modell der Betriebssystemvirtualisierung

Diese Architektur ist dabei sehr schlank und bietet neben zumeist sehr hoher Performance den Vorteil, dass im Idealfall nur ein einziges Betriebssystem gepflegt werden muss - im Gegensatz zu Virtualisierungsansätzen, bei denen in virtuellen Maschinen "vollständige" Betriebssysteme zum Einsatz kommen. Beispiele hierfür sind SWSoft Virtuozzo / OpenVZ, Linux vServer, SUN Zones, BSD Jails.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Betriebssystemvirtualisierung
Englisch: operating system virtualization
Veröffentlicht: 27.08.2007
Wörter: 156
Tags: #Computer-Software
Links: Architektur, BS (Betriebssystem), BSD (Berkeley software distribution), Container, Dateisystem