Bestrahlungsstärke

Der Begriff Bestrahlungsstärke wird gleichermaßen in der Solar- und Funktechnik benutzt. Es handelt sich dabei um die gesamte Leistung der HF-, Licht- oder Sonnenstrahlung, die auf eine Oberfläche trifft. Sie wird in Watt pro Flächeneinheit (W/qm) angegeben.


Die Solarstrahlung wird durch die Luftmasse, Air Mass (AM), beeinträchtigt und ist orts-, tages- und jahreszeitabhängig, weil der Einfallswinkel der Sonnenstrahlen vom Breitengrad abhängig ist und sich mit der Tages- und Jahreszeit ändert.

Direct Normal 
   Irradiance (DNI)

Direct Normal Irradiance (DNI)

Die höchste Bestrahlungsstärke ist dann, wenn die Lichtstrahlen senkrecht und vertikal auf die Oberfläche treffen. Das ist am Äquator der Fall, wenn die Sonne im Zenith steht. Steht sie in einem anderen Winkel zur Erdoberfläche, dann verringert sich die Bestrahlungsstärke durch die Luftmasse der Atmosphäre. Die Direct Normal Irradiance (DNI) ist die Solarstrahlung, die unabhängig vom Stand der Sonne senkrecht auf eine Oberfläche strahlt.

Die Bestrahlung selbst, die Irradiance, ist das Produkt aus Bestrahlungsstärke und Zeit, bzw. das Zeitintegral der Bestrahlungsstärke. So ergibt sich beispielsweise bei einer Bestrahlungsstärke von 50 W/m2 über 10 Sekunden eine Bestrahlung von 500 J/m2.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Bestrahlungsstärke
Englisch: irradiance
Veröffentlicht: 15.12.2015
Wörter: 193
Tags: #Solartechnik, Photovoltaik
Links: AM (air mass), AoA (angle of arrival), DNI (direct normal irradiance), Funktechnik, Leistung