Bessel-Filter

In der analogen Filtertechnik gibt es mehrere Grundtypen, die sich durch bestimmte Übertragungseigenschaften auszeichnen und dementsprechend eingesetzt werden. Zu nennen sind das Bessel-Filter, benannt nach dem deutschen Mathematiker Friedrich Bessel, (1784-1846), das Butterworth-Filter und das Tschebyscheff-Filter.

Das Bessel-Filter zeichnet sich durch eine konstante Gruppenlaufzeit und ein lineares Phasenverhalten im Durchlassbereich (DB) des Filters aus.

Dämpfungs- und Phasenverhalten 
   sowie die Gruppenlaufzeit von Bessel-Filtern

Dämpfungs- und Phasenverhalten sowie die Gruppenlaufzeit von Bessel-Filtern

Der lineare Phasengang führt zu einer konstanten Zeitverzögerung aller im Durchlassbereich übertragenen Frequenzen. Diese Eigenschaft ist besonders interessant für die verzerrungsfreie Übertragung breitbandiger Signale wie Sprungsignale, Rechtecksignale oder Pulse, die ohne Überschwingen und Klingeln übertragen werden. Allerdings ist die Flankensteilheit flacher als die der beiden anderen genannten Filtertypen.

Um eine hohe Sperrdämpfung zu erreichen, erfodern Bessel-Filter eine höhere Filterordnung als andere Filter.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Bessel-Filter
Englisch: Bessel filter
Veröffentlicht: 18.03.2019
Wörter: 131
Tags: #Passive Schaltungen
Links: Analog, Butterworth-Filter, Filter, Flankensteilheit, Frequenz