Baumtopologie

Die Baumtopologie ist dadurch gekennzeichnet, dass eine zentrale Station, der Head-End-Station, die Baumwurzel bildet, von der ein oder mehrere Hauptstränge, die Trunks, ausgehen. Von den Trunks verzweigen sich die "Äste" als Einspeisungsleitungen, genannt Feeder, von denen geht es über die "Zweige", das sind die Drop Lines, zu den "Blättern", die die Outlets und damit die Anschlusspunkte für die Benutzergeräte bilden.


Die Baumtopologie ist wegen der strukturellen Äquivalenz ihrer Teile und der Rekursivität der Gesamtstruktur in der Informationsübertragung besonders beliebt, z.B. für die Organisation von umfangreichen diskreten Informationsmengen. In der Kommunikationstechnik gibt es sowohl logische Baumstrukturen nach dem Spanning-Tree, als auch physikalische. Frühere Breitbandnetze hatten eine Baumtopologie, weil man an der Wurzel einen zentralen Umsetzer/ Verstärker, die Head-End-Station, anbringen konnte. Modulare moderne Netze, basierend auf einer strukturierten Verkabelung mit einer Hub-Hierarchie, haben ebenfalls eine Baumstruktur.

Topologie einer Baumstruktur

Topologie einer Baumstruktur

Die Baumstruktur eignet sich gut für flächendeckende Verkabelung und für Netze in mehrstöckigen Gebäuden, wie z.B. bei Gemeinschaftsantennenanlagen oder bei Kabelfernsehen. Baumtopologien werden bei Breitbandnetzen nach IEEE 802.4 und bei Metropolitan Area Networks (MAN) nach IEEE 802.6 verwendet.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Baumtopologie
Englisch: tree topology
Veröffentlicht: 08.02.2014
Wörter: 192
Tags: #Offene Netze #Breitbandnetze
Links: Äquivalenz, Area, Baumstruktur, Breitbandnetz, CATV (cable television)