AoA (angle of arrival)

Angle of Arrival (AoA) ist ein Ortungsverfahren, das auf einer Winkelmessung des einfallenden Funksignals basiert und in der Mobilfunktechnik für Location Based Services (LBS) sowie beim Nahbereichsradar in der Automotive-Technik angewendet wird.


Beim AoA-Verfahren wird der Winkel ermittelt, aus dem das Funksignal kommt oder das Radarsignal reflektiert wird. Deswegen wird dieses Verfahren auch als Direction of Arrival (DoA) bezeichnet. Die AoA-Messung arbeitet mit gerichteten Antennenarrays, die über einen breiten Öffnungswinkel verfügen. Alle Antennen des Antennenarrays sind in einem Abstand der halben Wellenlänge nebeneinander angeordnet. Sie empfangen das reflektierte Funksignal gleichzeitig und werten die minimalen Laufzeitunterschiede resp. die Phasendifferenzen zwischen den Empfangssignalen der einzelnen Antennen aus. Haben die Empfangssignale keine Phasenverschiebungen, dann trifft das reflektierte Signal senkrecht auf alle Antennen und hat keine Winkelung.

Verfahren für die HF-basierte Entfernungsmessung und Ortung von Objekten

Verfahren für die HF-basierte Entfernungsmessung und Ortung von Objekten

Aus den Phasendifferenzen der Signale zueinander und deren Winkeln wird der Ort des Objektes ermittelt. AoA-Verfahren haben den Nachteil, dass sie nur bei Sichtverbindungen (LOS) einwandfreie Ergebnisse liefern. Die Auflösung der Ortung liegt bei etwa 300 m bis 500 m.

Das AoA-Verfahren nutzt die Mobilfunknetze, WLANs oder Bluetooth. Es hat den Vorteil, dass es auch in Innenräumen oder in Hallen eingesetzt werden kann, ebenso wie das AoD-Verfahren, das für Angel of Departure (AoD) steht.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Einfallswinkel
Englisch: angle of arrival - AoA
Veröffentlicht: 30.10.2018
Wörter: 213
Tags: #Mobilfunkdienste
Links: Antenne, Antennenarray, Auflösung, Automotive-Technik, Bluetooth