Antialiasing

Die Kompensation von Störungen durch Aliasing nennt man Antialiasing. Da Aliasing durch Interferenzen und Verzerrungen von hohen Frequenzanteilen hervorgerufen wird, werden beim Antialiasing diese Frequenzanteile durch Prefiltering ausgefiltert. Die Eingangssignale werden daher vor der Signalverarbeitung in ihrer Bandbreite begrenzt. In der elektronischen Signalverarbeitung geschieht dies durch sind Antialiasing-Filter (AAF), das sind Tiefpässe, die den Frequenzbereich des Signals dem Abtasttheorem entsprechend begrenzen.


In der optischen Bilderfassung geschieht dies durch Unschärfefilter und in der Bildbearbeitung durch Software, die Farbverläufe, Hintergrundfarben und Kanten berechnet und so glättet, dass Farbübergänge kontinuierlich und die Ränder von Schriften, Kanten und Rundungen fließend erscheinen.

Linie 
   mit quadratischen Pixeln in Aliased- und Anti-aliased-Darstellung

Linie mit quadratischen Pixeln in Aliased- und Anti-aliased-Darstellung

Bei der Bildverarbeitung unterscheidet man zwischen dem temporalen und dem spatialen Antialiasing, also dem räumlichen. Bei diesem Verfahren werden die Farbwerte von den Kanten der Polygone berechnet und diese mit den Farbwerten der Umgebung interpoliert, wodurch eine Glättung stattfindet. Ein anderes Verfahren berechnet die Grafiken intern mit einer höheren Auflösung, rendert die Grafiken und rechnet die Auflösung wieder runter. Dieser Vorgang kann durchaus mehrmals durchgeführt werden.

Beim Antialiasing von Kanten und Konturen, dem Edge-Aliasing, werden die Kantenformen durch Polygone und Linien dargestellt. Um einen weichen Übergang der Kante mit der Grafik zu erreichen, können die Polygonwerte interpoliert werden.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Antialiasing
Englisch: anti-aliasing
Veröffentlicht: 03.08.2011
Wörter: 218
Tags: #Grafik-Grundlagen
Links: Abtasttheorem, Aliasing, Antialiasing-Filter, Auflösung, Bandbreite