Analogrechner

Analogrechner arbeiten nach einem vollkommen anderen Prinzip als Digitalrechner. Analogrechner sind dadurch charakterisiert, dass sie Modelle bilden, sogenannte Analogons, mit denen die Aufgaben gelöst werden. Diese Modelle werden durch nichtlineare Kennlinien von elektronischen Bauelementen, durch Integrier- und Differenzierglieder in Kombination mit Operationsverstärkern gebildet.

Die Funktionen für die Rechenoperationen wurden von elektronischen Bauelementen mit linearen und nichtlinearen Kennlinien erzeugt, so beispielsweise von Widerständen, Dioden oder Transistoren. Dazu wurden aus Teilen der linearen und nichtlinearen Kennlinien Kurvenfunktionen generiert, die beispielsweise einer E-Funktion entsprachen. Die elektronischen Signale mit denen Analogrechner arbeiten, können miteinander verknüpft, summiert, integriert oder differenziert werden. Die mathematischen Funktionen können durch Parametrisierung mittels Potentiometern oder durch spezielle Verdrahtungen verändert werden.

Analogrechner wurden in der 60er-Jahren für wissenschaftliche Arbeiten verwendet, vorwiegend wenn analoge Signale mit Kurvenfunktionen - Integrale, Differenziale - berechnet werden mussten. Weitere Einsatzgebiete sind die Steuer- und Regelungstechnik.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Analogrechner
Englisch: analog computer
Veröffentlicht: 13.04.2011
Wörter: 148
Tags: #Computer- Ausführungen
Links: Analog, Differenzierglied, Diode, e-Funktion, Kennlinie