Achsenversatz

Die Bezeichnung Achsenversatz, Axial Displacement, wird in der optischen Übertragungstechnik benutzt. Beim Achsenversatz geht es um die Exzentrizität des Kernglasbereichs zweier miteinander gekoppelter Lichtwellenleiter (LwL).


Ein Achsenversatz kann bei Spleißen und LwL-Steckern durch den Versatz beider Lichtwellenleiter in axialer Richtung auftreten. Wenn die Kernglasflächen nicht übereinstimmen, wird nicht das gesamte Lichtsignal von einem Lichtwellenleiter in den anderen gekoppelt, das eingekoppelte Lichtsignal wird gedämpft. Die nachteiligen Auswirkungen sind vergleichbar dem Overfilled Launch (OFL) und dem Underfilled Launch (UFL).

Übertragungsdämpfung 
   bei LwL-Achsenversatz

Übertragungsdämpfung bei LwL-Achsenversatz

Die Dämpfung ist abhängig vom Durchmesser des Kernglases und dem Versatz. Ein Achsenversatz zwischen zwei gekoppelten Lichtwellenleitern erzeugt je nach Größe des lateralen Versatzes, also des Versatzes in axialer Richtung, und je nach Lichtwellenleiter Dämpfungswerte von einigen Dezibel (dB).

Je geringer der Kernglasdurchmesser, desto kritischer ist die Übereinstimmung zwischen den Kernglasflächen herzustellen. Bei Monomodefasern beispielsweise ruft ein Achsenversatz von nur 4 µm eine Dämpfung von ca. 0,4 dB hervor.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Achsenversatz
Englisch: axial displacement
Veröffentlicht: 28.02.2017
Wörter: 158
Tags: #Lichtwellenleiter-Stecker
Links: Dämpfung, dB (decibel), Exzentrizität, Kernglas, Licht