Abschlusswiderstand

Um Reflexionen an den Enden von Übertragungsmedien, in Anschlussdosen oder in aktiven Vierpolen zu vermeiden, müssen diese mit der Eigenimpedanz des Übertragungsmediums abgeschlossen werden. Diese Komponente ist der Abschlusswiderstand (Terminator), die Abschlussimpedanz oder bei Bussen der Busabschluss.


Technisch ist ein Abschluss ein Eintor, das definitionsgemäßt durch den Streuparameter S11=0 bestimmt ist, weil es die Wellen auf dem Kabel reflexionsfrei abschließen soll.

F-Abschlusswiderstand mit 75 Ohm, Foto: xmediasat.com

F-Abschlusswiderstand mit 75 Ohm, Foto: xmediasat.com

Ein Abschlusswiderstand hat die Impedanz des Übertragungsmediums und sorgt dafür, dass am Kabelende keine Reflexionen auftreten. Hat beispielsweise ein Antennenkabel eine Impedanz von 75 Ohm, dann muss der Abschlusswiderstand ebenfalls 75 Ohm haben. Weicht die Impedanz des Abschlusses von der Kabelimpedanz ab, dann reflektierten die Schwingungen und es entstehen Stehwellen, die in das Kabel zurücklaufen und das übertragene Signal beeinträchtigen. Das Reflexionsverhalten drückt sich in der Rückflussdämpfung aus. Eine Rückflussdämpfung von 20 dB entspricht einem Reflexionsfaktor von >0,1 der Signalamplitude.

Bei Digitalsignalen treten bei falschem oder fehlerhaftem Abschlusswiderstand keine sichtbaren Reflexionen auf, dafür reduziert sich aber die mögliche Kabellänge.

Informationen zum Artikel
Deutsch: Abschlusswiderstand
Englisch: terminator
Veröffentlicht: 30.07.2012
Wörter: 176
Tags: #Verkabelungskomponenten
Links: 75-Ohm-Impedanz, ADO (Anschlussdose), Antennenkabel, Busabschluss, dB (decibel)