AEC (acoustic echo cancellation)

Die akustische Echokompensation, Acoustic Echo Cancellation (AEC) ist ein Verfahren mit dem Echos, Nachhall und störende Geräusche in Akustiksignalen kompensiert werden. Bei dem AEC-Verfahren werden Störeinflüsse, die in einem Raum entstehen, aus Audiosignalen entfernt.


Für die akustische Echokompensation stehen elektronische Schaltungen zur Verfügung mit denen Echos, Nachhall und andere akustische Beeinträchtigungen im Audiosignal kompensiert werden und nicht den Empfänger erreichen. Ohne die Echokompensation würde ein unnatürlicher Klang entstehen und die Störeinflüsse würden die Sprachverständlichkeit erheblich beeinträchtigen.

Vom Konzept her bestehen die AEC-Schaltungen aus einem Signalpfad, über den das Sprachsignal einer Person zum Lautsprecher übertragen wird. Das Lautsprechersignal, das sich an den Wänden des Raums reflektiert, wird von einem Mikrofon aufgenommen und über den zweiten Signalpfad übertragen. Beide Signalpfade - der zum Lautsprecher und der vom Mikrofon - sind mit einem adaptiven FIR-Filter miteinander verbunden, dessen Algorithmus das Filter kontinuierlich an die akustischen Gegebenheiten anpasst. Das Adaptive FIR-Filter ist die Kernkomponente der AEC-Schaltung. Das vom FIR-erfasste Störsignal wird von dem Audiosignal abgezogen und kompensiert damit die Störeinflüsse.

Die Implementierungen für die akustische Echokompensation sind für Sprache optimiert. Als Bandbreitenstandard gibt es Schmalband mit einer Bandbreite von 4 kHz und einer Abtastrate von 8 kHz, Breitband mit 8 kHz Bandbreite und 16 kHz Abtastrate und Ultra-Breitband mit 16 kHz Bandbreite und 32 kHz Abtastrate. Eingesetzt wird die AEC-Technik in der Sprachkommunikation und in Freisprecheinrichtungen.

Informationen zum Artikel
Deutsch:
Englisch: acoustic echo cancellation - AEC
Veröffentlicht: 13.09.2019
Wörter: 241
Tags: #GSM-Netze
Links: Abtastrate, Algorithmus, Bandbreite, Breitband, Echo