ADC (application delivery controller)

Ein Application Delivery Controller (ADC) ist eine Netzwerkeinheit, die in Rechenzentren eingesetzt wird und die Verbindungen der Clients steuert und optimiert. In der Regel ist eine ADC-Komponente Teil des Application Delivery Network (ADN). Sie unterstützt das ADN-Netzwerk bei der Optimierung des Traffics und kann beispielsweise die Belastung von Webservern reduzieren. Viele ADC-Controller unterstützen zudem das Load Balancing und verbessern die Netzwerksicherheit.

Die Funktionalität von Application Delivery Controllern umfasst die OSI-Schichten 3 bis 7 und reicht weit über das Load Balancing, bei dem die Zugriffe der Anwender auf virtiualisierte Server und Anwendungen flexibilisiert werden, hinaus. ADC-Controller unterstützen die Kompression, das Multiplexing von Verbindungen, das Traffic-Shaping, Content-Switching, die Web Application Firewall, die Ressourcenauslastung, gewährleisten Hochverfügbarkeit und unterstützen einige weitere Funktionen wie beispielsweise die Zustandsüberwachung der Server. Mit dieser Information kann das Load Balancing besser optimiert werden, weil keine Verbindungsanfragen an überlastete Server gesandt werden.

Es gibt die verschiedensten Verfahren mit denen der Zustand von Server überwacht wird. So u.a. mit dem ICMP-Protokoll, mit TCP, UDP, HTTP oder SMTP.

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Deutsch:
Englisch: application delivery controller - ADC
Veröffentlicht: 30.06.2017
Wörter: 176
Tags: RZ-Infrastruktur
Links: ADN (application delivery network), Apps, Client, CM (condition monitoring), Content-Switch