802.11af

Der IEEE-Standard 802.11af nutzt die digitale Dividende. Das sind die durch die Digitalisierung des Fernsehens freigewordenen Frequenzen, die White Spaces, für WLANs. In Deutschland ist es der Frequenzbereich zwischen 790 MHz und 862 MHz. Als weiterer Frequenzbereich wurden von der Federal Communications Commission (FCC) die Frequenzen zwischen 470 MHz und 710 MHz freigegeben.


802.11af und 802.22 nutzen die zur Verfügung gestellten Freuquenzen mit Cognitive Radio äußerst frequenzökonomisch unter Vermeidung von Interferenzen mit anderen Sendefrequenzen von analogem Fernsehen oder von Funkmikrofonen. Der Physical Layer von 802.11af basiert auf dem OFDM-Multiplex, wie es unter 802.11ac spezifiziert ist. Der Vorteil dieses Frequenzbereichs gegenüber dem 2,5-GHz-Bereich liegt in der geringeren Dämpfung der Trägerfrequenz durch Mauern oder anderes festes Material. Die Frequenzkanäle sind 6 MHz bis 8 MHz breit und können in Gruppen zu viert gebündelt werden. Zur Erhöhung der Datenrate wird das Multi-User MIMO (MU-MIMO) eingesetzt.

Die Datenraten sind abhängig vom Modulationsverfahren und dem Modulation and Coding Scheme (MCS). Sie liegen zwischen 1,8 Mbit/s mit Zweiphasenumtastung (BPSK) und einer Kanalbreite von 6 MHz und 35,6 Mbit/s mit Quadraturamplitudenmodulation (256QAM).

Informationen zum Artikel
Deutsch: 802.11af
Englisch: IEEE 802.11af
Veröffentlicht: 17.01.2019
Wörter: 179
Tags: #802.11
Links: CR (cognitive radio), Dämpfung, Datenrate, Digitale Dividende, Digitalisierung