50-Ohm-Impedanz

Hochfrequenzkabel haben in der Regel eine Impedanz von 50 Ohm. Dieser Wert wurde bereits in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts festgelegt und zwar für Koaxialkabel, in denen hohe HF-Leistungen von einigen Kilowatt übertragen werden mussten. Solche Koaxialkabel wurden in der Sendertechnik eingesetzt. Neben den 50-Ohm-Kabeln gibt es noch HF-Kabel mit einer Impedanz von 75 Ohm, die aber vorwiegend in der Videotechnik eingesetzt werden.


Die Entscheidung für die 50-Ohm-Impedanz gilt als guter Kompromiss zwischen der zu übertragenden HF-Leistung und einer geringen Dämpfung. Für ein 10-mm-HF-Kabel liegt das Minimum der Dämpfung bei 77 Ohm. Die entsprechende Kennlinie zeigt sowohl bei geringerer als auch bei höherer Impedanz ansteigende Dämpfungswerte. Das hängt damit zusammen, dass der Durchmesser des Innenleiters logarithmisch in die Impedanz eingeht, und zwar umgekehrt proportional zum Schirmungsdurchmesser.

Dämpfung zur Impedanz bei einem 10-mm-Koaxialkabel

Dämpfung zur Impedanz bei einem 10-mm-Koaxialkabel

Der Impedanzwert sinkt allerdings bei höheren Dielektrizitätskonstanten des Dielektrikums.

Informationen zum Artikel
Deutsch: 50-Ohm-Impedanz
Englisch: 50 ohm impedance
Veröffentlicht: 28.11.2012
Wörter: 152
Tags: #Kenngrößen der Nachrichtentechnik
Links: 75-Ohm-Impedanz, Dämpfung, Dielektrikum, Hochfrequenzkabel, Impedanz