3D-Antenne

Bedingt durch die ständig weitergehende Miniaturisierung mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Navigationsgeräte müssen diese mit extrem schmalen Antennen ausgestattet werden, die sich an die Gehäuseform anpassen. Bei den entsprechenden Antennen handelt es sich um 3D-Antennen, die so geformt sind, dass sie in die Gehäusewölbungen und -krümmungen eingepasst werden; häufig mittels MID-Technologie, Molded Interconnect Device (MID), und anschließender strukturierter Metallisierung, der Laserdirektstrukturierung, Laser Direct Structuring (LDS).


Mit der Laserdirektstrukturierung können leistungsstarke 3D-Antennen hergestellt werden. Bei diesem Verfahren wird das Antennendesign mittels Laserstrahl direkt in die Gehäuseform übertragen.

3D-Antennen in Laser Direct Structuring (LDS), Foto: stadt-bremerhaven.de

3D-Antennen in Laser Direct Structuring (LDS), Foto: stadt-bremerhaven.de

Die dreidimensionale Antennenform kann in Bezug auf die HF-Eigenschaften und die Raumausnutzung optimiert werden und bietet mehr Freiheitsgrade in Bezug auf die Abstrahlcharakteristik als andere Antennenformen. Sie wird wegen ihrer Größe vorwiegend im HF-Bereich und in der Mikrowellentechnik eingesetzt. Auch in RFID bei 13,56 MHz werden 3D-Antennen eingesetzt, die allerdings in gedruckter Elektronik hergestellt werden und kostengünstiger sind als gewickelte Antennen.

Informationen zum Artikel
Deutsch: 3D-Antenne
Englisch: 3d antenna
Veröffentlicht: 09.10.2014
Wörter: 169
Tags: #Antennen
Links: Abstrahlcharakteristik, Antenne, Gedruckte Elektronik, HF (Hochfrequenz), Laser (light amplification by stimulated emission)