100-Hz-Technik

Der PAL-Fernsehstandard schreibt eine Bildwechselfrequenz von 50 Hz vor, und zwar mit Zeilensprungverfahren. Das bedeutet, dass in jeder Sekunde 25 Vollbilder resp. 50 Halbbilder aufgebaut werden. Diese relativ geringe Bildwechselfrequenz, die aus der Trägheit des menschlichen Auges und einer Bandbreitenoptimierung abgeleitet wurde, hat eine Bewegungsunschärfe und zeigt einen störenden Flimmereffekt, der bei größeren Bildschirmen und nicht hinreichendem Abstand des Betrachters zunimmt. Man spricht dann von Großflächenflimmern. Um dieses zu vermeiden erhöht man bei Fernsehern und Projektoren die Bildwechselfrequenz auf 100 Hz.


Für die 100-Hz-Technik gibt es mehrere technische Ansätze. Bei dem einfachsten wird lediglich die Wiederholrate verdoppelt, in dem man jedes Vollbild zweimal hintereinander darstellt. Modernere Verfahren steigern ihre Wiederholrate indem sie zusätzliche Bilder berechnen und diese zwischen zwei Fernsehbilder einfügen. Es handelt sich dabei um eine bewegungsadaptive Bildverarbeitung, da der Flimmereffekt bei dynamischen Darstellungen besonders ausgeprägt ist. Das Fernsehbild wird dadurch ruhiger und schärfer, vor allem bei bewegten Darstellungen.

Eine weitere Verbesserung wird durch die 200-Hz-Technik erzielt, bei der nicht nur ein Zwischenbild berechnet wird, sondern gleich drei, die dann zwischen zwei Fernsehbildern eingerechnet werden.

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Deutsch: 100-Hz-Technik
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Veröffentlicht: 15.07.2010
Wörter: 184
Tags: #Fernsehen
Links: Bewegungsunschärfe, Bild, Bildverarbeitung, Großflächenflimmern, Halbbild