Satcom (satellite communications)

Satellitenkommunikation

Bei der Satellitenkommunikation (Satcom) erfolgt die Übertragung von Nachrichten im Rahmen der Individual- als auch der Massenkommunikation (Telekommunikation) über Satelliten. Bei der mobilen Satelliten-Services unterscheidet man zwischen Systemen mit geostationären Satelliten und solchen mit sich in der Position verändernden Satelliten.


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Die GEO-Satelliten, das sind die mit geostationären Umlaufbahnen (GEO), sind in einem Abstand von rund 36.000 km von der Erde an einer festen Position über der Äquatorlinie positioniert. Der Sender und Empfänger einer Erdfunkstelle (als Vermittlungsstelle) kann dadurch mit Parabolantennen dauerhaft auf den Satelliten ausgerichtet werden.

Verschiedene Satellitenbahnen für unterschiedliche Dienste.

Satelliten mit mittlerer Flughöhe, so genannte Medium Earth Orbiter (MEO) sind erdumlaufend und haben eine Flughöhe zwischen 10.000 km und 15.000 km. Bei den Low Earth Orbitern (LEO) handelt es sich um solche, die in relativ geringer Flughöhe von 700 km bis 1.500 km die Erde umkreisen.

Satellitenbahnen und Satellitendienste
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Für die Satellitenübertragung hat die ITU spezielle Satelliten-Bänder definiert, die über große Übertragungskapazitäten verfügen. Ein Satellitennetz kann eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen Satellit und Erdfunkstelle sein, zwischen Satellit und Mobilstation oder zwischen zwei Satelliten. Die Übertragung von den Satelliten zum Endgerät kann sich also auf stationäre, ortsfeste, aber auch auf mobile Endgeräte beziehen. Darüber hinaus können diese Systeme für Broadcast-Kommunikation eingesetzt werden. Nachteilig wirken sich in der Datenkommunikation die langen Verzögerungszeiten zwischen Bodenstation und Satellit aus, die durch die langen Übertragungswege entstehen. Bei geostationären Satelliten beträgt die Signallaufzeit ca. 320 ms bis 350 ms pro Verbindung. Diese Verzögerung beeinträchtigt die Sprachkommunikation. Bedingt durch diese Verzögerung empfiehlt die ITU, die Satellitenabschnitte in einer Fernsprechverbindung auf einen Satellitenabschnitt zu begrenzen und lässt nur in Ausnahmefällen zwei Satellitenabschnitte zu.

Je tiefer die Satellitenbahn, desto geringer die Verzögerungszeiten.

Bei den erdumlaufenden Satellitensystemen für den Satelliten-Mobilfunk gibt es mehrere Systeme. Das bekannteste ist Iridium, das 1998 hat Iridium mit 66 erdumlaufenden Satelliten den Betrieb aufgenommen hat. Es wurde allerdings bereits wieder im Jahre 2000 wegen zu geringer Nachfrage für die Mobilfunk-Kommunikation abgeschaltet. Des Weiteren gibt es für den satellitengestützten Mobilfunk Globalstar, das 1999 seinen Dienst aufnahm und auf 48 Satelliten basiert. Die Globalstar-Satelliten umkreisen die Erde in einer Höhe von 1.400 Kilometer.

Darüber hinaus ist das ICO-System für die mobile Sprachkommunikation zu nennen. Dieses System kommt mit 10 MEO-Satelliten aus, die allerdings in einer Höhe von 10.400 Kilometer den Erdball umkreisen.

Später soll dann noch das System Ellipso gestartet werden, das mit sechs Satelliten über dem Äquator arbeitet, und mit weiteren zehn in zwei gekippten Orbits.

Geostationäre Satelliten für Broadcastdienste.

Auch für die Datenkommunikation mit hoher Übertragungsgeschwindigkeit befinden sich zwei Satelliten-Systeme in der Planung. Skybridge, ein Konsortium unter Führung von Alcatel, plant die Übertragung multimedialer Dienste. Dieses Satelliten-System wird den Planungen zur Folge mit 80 LEO-Satelliten arbeiten, die in einer Höhe von 1.469 Kilometer die Erde umkreisen.

Das bislang umfangreichste Projekt heißt Teledesic. Dieses geplante System soll mit 288 LEO-Satelliten arbeiten und Daten im höheren Megabitbereich übertragen können. Ein Internet am Firmament.

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