realtime transport protocol

RTP (RTP-Protokoll)

Das Realtime Transport Protocol (RTP) wurde von der Audio-Video Transport Group der IETF entwickelt und ist Bestandteil von H.323. Es liegt auf der Anwendungsschicht und kann netzwerkbasierte Video- oder Audiokommunikation abwickeln. Zur Unterscheidung der Medien unterscheidet RTP zwischen verschiedenen Codierungsformaten, sodass die übertragenen Daten anwendungsunabhängig verwendet werden können. Für diesen Zweck wurden verschiedene RTP-Profile für Audio und Video definiert.

Das RTP-Protokoll ist unabhängig von den darunter liegenden Protokollen, es wird in der Regel mit dem UDP-Protokoll betrieben, wobei die RTP-Datenpakete in die UDP-Datenpakete eingebaut werden.

RTP- und RTCP-Protokoll im Schichtenmodell
RTP- und RTCP-Protokoll im Schichtenmodell lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Das RTP-Protokoll basiert auf einer Ende-zu-Ende-Verbindung und unterstützt Unicast-Verbindungen aber auch IP-Multicast. Es erkennt und korrigiert fehlende, doppelte oder in falscher Reihenfolge empfangene Datenpakete. Im RTP-Header sind neben diversen Datenfeldern für die Version und das Padding zwei Datenfelder für die eindeutige Identifizierung der Datenquellen und der Quelladressen. Die Statusinformationen der Quellen werden durch das RTCP-Protokoll, das Bestandteil von RTP ist, durch periodisches Senden rückgemeldet.

Die RTP-Architektur kennt zwei Komponenten: den Mixer und den Translator. Der Mixer unterstützt Multicast-Anwendungen und mischt gleichartige Datenströme aus mehreren Datenquellen. Der Translator übersetzt Daten von einem Format in ein anderes.

Das RTP-Protokoll gibt es für die gesicherte Übertragung in einer Secure-Version als SRTP.

Das RFC-Dokument RFC 1889 definiert die Syntax und die Syntax und die grundlegende Semantik des RTP-Protokolls.

Querverweise von realtime transport protocol nach:

Querverweise nach realtime transport protocol von: