OTU (optical transport unit)
Optische Transporteinheit
Die Optical Transport Unit (OTU) ist der im ITU-Standard G.709 festgelegte Datenrahmen für die Übertragung in optischen Netzen. Der Datenrahmen besteht aus drei Datenfeldern: dem Overhead (OH), den Nutzdaten und der Vorwärtsfehlerkorrektur (FEC). Im Nutzdatenfeld, dem Payload, sind die im optischen Transportnetz definierten Nutzdaten von ATM, SDH, Ethernet, 10GbE oder andere. Das können STS-Signale sein, aber ebenso Ethernet- oder IP-Pakete. Der gesamte Datenrahmen ist in Zeilen und Spalten gegliedert, wobei eine Spalte einem Byte entspricht.
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OTU-Typen und deren Übertragungsraten ![]() |
In der ITU-Empfehlung G.709 werden sind folgende OTU-Übertragungsraten definiert:
OTU-1 mit 2,666 057 Gbit/s,
OTU-2 mit 10,709 255 Gbit/s,
OTU-3 mit 43,018 414 Gbit/s und
OTU-4 mit 111,809 973 Gbit/s. Die Datenraten von über 40 Gbit/s werden mit einer speziellen Modulationstechnik, dem RZ-DQPSK, erzielt. In Verbindung mit der DWDM-Technik können so über einen Lichtwellenleiter bis zu 6,8 Tbit/s übertragen werden. Dieser theoretische Wert errechnet sich aus der Übertragungsrate von 43 Gbit/s und den 160 verschiedenen Wellenlängen der DWDM-Technik.
Die Versionen OTU1 und OTU2 arbeiten mit unterschiedlichem Mapping. OTU2 benutzt ein Stuffing für eine bestimmte Anzahl an Füllbits. Dadurch haben SDH und vier ODU1 die gleiche Taktrate. Für 10-Gigabit-Ethernet (10GbE) entsteht aus dem OTU1-Mapping das OTU1e und für das OTU2-Mapping das OTU2e. Bei Fibre Channel entstehen die Varianten OTU1f und OTU2f, weil die Datenrate von 10-Gigabit-Fibre-Channel von der von 10-Gigabit-Ethernet abweicht.




