optical multimode
OM (OM-Klasse)
Bei den OM-Klassen (Optical Multimode) handelt es sich um die standardisierte Klassifizierung von Lichtwellenleitern für die LwL-Verkabelung, vergleichbar der Klassifizierung von TP-Kabeln (Kategorie) für die strukturierte Verkabelung (EN 50173 und ISO/IEC 11801). Die Standardisierung, die die Verkabelung von Gigabit-Ethernet und 10-Gigabit-Ethernet unterstützen soll, wird von ISO/IEC durchgeführt und sieht drei Klassen für Multimodefasern (OM1, OM2, OM3) und eine Klasse für Monomodefasern (OS1) vor.
In der Standardisierung sind unterschiedliche Vorgaben für Einmoden- und Gradientenindex-Profilfasern und die zum Einsatz kommenden Übertragungsfenster vorgesehen, wobei auch die verschiedenen Anregebedingungen durch LED und Laser berücksichtigt werden.
Die drei optischen Klassen repräsentieren als minimale Übertragungslängen 300 m, 500 m und 2.000 m.
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Faserkategorien gemäß EN 50173 bzw. ISO/IEC 11801 ![]() |
Für die Lichtübertragung stehen in allen drei OM-Klassen die Wellenlängen von 850 nm und 1.300 nm zur Verfügung, die Dämpfungswerte sind in allen drei Klassen gleich, dagegen sind die Bandbreitenlängenprodukte sehr unterschiedlich und reichen von 200 MHz x km bei OM1 mit 850 nm bis zu 1.500 MHz x km für OM3. OM3 wird allerdings mit einem VCSEL-Laser spezifiziert, der wesentlich effizienter arbeitet als Laser, die in Verbindung mit Monomodefasern verwendet werden. In dieser Konfiguration können bei 10-Gigabit-Ethernet Entfernungen von 300 m überbrückt werden. Wobei dies nur durch Einhaltung der äußerst engen Grenzwerte für die Differential Mode Delay (DMD) sichergestellt wird.
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