multiplexed analog components

MAC (MAC-Verfahren)

Mit dem MAC-Verfahren (Multiplexed Analog Components) wurde in den 80er Jahren versucht einen Übertragungsstandard für das Satellitenfernsehen zu etablieren. Die MAC-Entwicklung hatte das Ziel eine hochauflösendes Fernsehen über Satelliten zu übertragen und dieses für Pay-TV mittels Scrambler zu verschlüsseln. Um eine möglichst einfache Kompatibilität zwischen dem MAC-Verfahren und dem PAL-Fernsehstandard zu erreichen, wurden bestimmte technische Charakteristika der europäischen Fernsehstandards bei der Entwicklung berücksichtigt.

Das MAC-Verfahren und die darauf aufbauenden diversen Varianten basiert auf dem Zeitmultiplex der Komponenten des Videosignals: der Luminanz und der Chrominanz. Die beiden Signalkomponenten werden dabei in einer Zeile übertragen und zwar jeweils für die Hälfte der Zeilendauer. Zuerst das Helligkeitssignal, dann, nach der halben Zeilendauer, das Farbsignal.

Beibehalten wurden aus Kompatibilitätsgründen die im PAL-Fernsehen benutzten Bild- und Zeilenfrequenzen.

Das MAC-Verfahren kennt diverse Varianten. So arbeitete A-MAC mit frequenzmoduliertem, digitalem Tonsignal. B-MAC hatte das digitale Tonsignal übernommen, es aber in der Austastlücke übertragen. C-MAC benutzte für die Tonmodulation eine Phasenumtastung (PSK), die den definierten Frequenzbereich sprengte und D-MAC schließlich benutzte für die Tonmodulation ein ternäres Modulationsverfahren.

Alle erwähnten MAC-Verfahren wurden nur testweise erprobt, das einzig Übriggebliebene ist D2-MAC.

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