multimedia broadcast multicast service

MBMS

Der Multimedia Broadcast Multicast Service (MBMS) ist eine Erweiterung für GSM- oder UMTS-Netze für die Verteilung von Multimedia- und Broadcastdiensten. MBMS ist eine IP-basierte Technologie und überträgt über GPRS, EDGE oder W-CDMA die multimedialen Inhalte für das Mobilfernsehen ohne die für den Sprachverkehr benötigte Bandbreite zu beeinträchtigen.

Im Unterschied zu normalem IP-Traffic, bei dem jedes Datenpaket unicast zu jedem Benutzer übertragen wird, arbeitet MBMS mit einem IP-Datacast. Bei dieser Technik teilen sich viele Benutzer die zur Verfügung stehenden Netzwerk-Ressourcen. Die eigentliche Augabe von MBMS ist es allerdings multimediale Inhalte über 3G-Netzwerke zu verbreiten. Die MBMS-Technik optimiert den Datentransport in einer Funkzelle, damit gleichzeitig mehrere Benutzer die multimedialen Inhalte empfangen können. Dafür wird die Funkschnittstelle neben der Punkt-zu-Punkt-Verbindung (P2P) auch Punkt-zu-Mehrpunkt-Verbindungen (P2MP) unterstützen. Als Übertragungskanal steht hierfür ein Multicast Data Traffic Channel (MDTCH) pro Funkzelle zur Verfügung auf dem die Datenströme nicht einzeln für jeden Benutzer, sondern gemeinsam ausgestrahlt werden. In dieser Verbindungsart erfolgt eine ungesicherte Übertragung der aggregierten Kanäle, da kein individueller Rückkanal zur Verfügung steht.

Übertragungstechnologien für mobile digitale TV-Dienste (MDTV)
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Auf dem Übertragungskanal, der eine Bandbreite von 5 MHz hat, können bis zu 16 Kanäle mit 64 kbit/s übertragen werden.

Weitere mobile Broadcast-Technologien sind BCMCS, DVB-H, ISDB-T, T-DMB und MediaFLO.

MBMS wird von 3GPP zur Standardisierung vorangetrieben.

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