lightning electromagnetic pulse

LEMP (Blitz)

Der elektromagnetische Impuls (LEMP), der durch einen Blitzeinschlag ausgelöst wird, erzeugt Überspannungen auf den Versorgungsleitungen, die zur Beschädigung des Equipments führen können. Schäden durch einen LEMP-Puls können bis zu einer Entfernung von 1 km vom Blitzeinschlagsort entstehen. Dieser relativ große Gefährdungsbereich hängt mit der zunehmenden Empfindlichkeit von informationstechnischen Geräten und Systemen zusammen und der großen Netzausdehnung.

Bei Gewitterüberspannungen unterscheidet man zwischen Direkt-, Nah- und Ferneinschlag. Bei einem Direkteinschlag trifft der Blitz das zu schützende Gebäude. Bei einem Naheinschlag trifft er in das Versorgungsnetz einer ausgedehnten Anlage oder in eine Kabelanlage; und bei einem Ferneinschlag trifft er die Mittelspannungsfreileitung einer Fernleitung, er entlädt sich zwischen Wolken oder schlägt in der näheren Umgebung ein. Zum Schutz von Gebäuden, Anlagen, Geräten, dem Kommunikationsnetz und dem Versorgungsnetz müssen Einrichtungen für den Blitzschutz und das Ableiten der Überspannung getroffen werden.

Das LEMP-Schutzsystem wird nach DIN auch als LPMS (LEMP Protection Measures System) bezeichnet, das ein vollständig in sich abgestimmtes Schutzsystem sein muss, da einzelne Maßnahmen keinen wirksamen Schutz bieten.

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