IrDA (infrared data association)
Infrared Data Association (IrDA) ist ein Netzkonzept für die drahtlose, auf Infrarotlicht basierende Punkt-zu-Punkt-Übertragung von Daten. Das Konzept wurde in den 90er-Jahren entwickelt und nach der IrDA-Association benannt. Es basiert auf der Modulation von Infrarotlicht mit Wellenlängen zwischen 850 nm und 900 nm, das mit Infrarot-LEDs erzeugt wird. In den Anfangsjahren hatte das IrDA-Konzept mit Serial Infrared (SIR) eine Übertragungsgeschwindigkeit von 115 kbit/s, später wurde die Übertragungsgeschwindigkeit mit Fast Infrared (FIR) auf 4 Mbit/s, mit Very Fast Infrared (VFIR) auf 16 Mbit/s, Ultra Fast Infrared (UFIR) auf 96 Mbit/s und Giga-Infrared (Giga-IR) auf 512 Mbit/s bzw. 1 Gbit/s erhöht.
Vom Konzept her findet der Datenaustausch zwischen den Geräten - normalerweise handelt es sich um Handys, Handheld, PDAs und Laptops - über die Infrarotlichtverbindung statt. Die Entfernungen zwischen sendender und empfangender Station sind auf nur wenige Meter begrenzt. Hinzu kommt, dass beide Geräte Sichtkontakt haben müssen und die Positionierung beider Geräte relativ exakt sein muss, da bereits ein Einfallswinkel von über 30 Grad eine fehlerhafte Übertragung zur Folge hat.
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Protokollschichten
von IrDA ![]() |
Das IrDA-Schichtenmodell wird von einem Protokollstack unterstützt, der einen obligatorischen und einen optionalen Protokollsatz umfasst. Der allgemeine Protokollsatz besteht aus dem Physical Signalling Layer Protocol (PHY), Link Access Protocol (IrLAP), dem Link Management Protocol (IrLMP) und dem Information Access Service (IAS).
An optionalen Protokollen stehen zur Verfügung:
Das Tiny TP, das die Flusskontrolle auf der IrLMP-Verbindung mit einer optionalen Segmentierung und Reassemblierung unterstützt.
Das IrCOMM bietet parallele und serielle Port-Emulation für Kommunikationsanwendungen, Drucker und Modems.
IrOBEX unterstützt Object Exchange Services ähnlich HTTP.
IrDA Lite unterstützt Methoden zur Reduzierung der Größe des IrDA-Codes unter Beibehaltung der Kompatibilität der vollen Implementierung.
IrTran-P ist ein Protokoll zur Erfassung und für den Austausch von Bildern von Digitalkameras.
IrMC bildet die Spezifikation für den mobilen Austausch von Informationen bei mobiler Telefonie und anderen Mobilanwendungen wie Telefonbuch, Kalender und Nachrichtendaten.
IrLAN beschreibt ein Protokoll zur drahtlosen Anbindung an lokale Netze mittels Infrarot-Technik.




