high level data link control

HDLC (HDLC-Protokoll)

Beim high level data link control (HDLC) handelt es sich um ein strukturiertes Protokoll, das die Mittel bestimmt, mit denen ungleiche Geräte über Datennetze miteinander kommunizieren können. Das HDLC-Protokoll ist ein standardisiertes, bitorientiertes und damit codeunabhängiges Sicherungsprotokoll für Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und Mehrpunktverbindungen.

Eine Version dieses Protokolls wird in allen X.25-Netzen innerhalb der Sicherungsschicht eingesetzt und trägt in diesem Fall die Bezeichnung LAP B. In HDLC sind bestimmte Frames festgelegt, in denen die Datenblöcke aus der Vermittlungsschicht eingebettet und über die physikalischen Verbindungen übertragen werden. 1979 hat die ISO den HDLC-Datenrahmen für synchrone Übertragungen unter ISO 3309 standardisiert. 1984 wude die asynchrone Übertragung in den Standard aufgenommen. Nach DIN 66 221 besteht ein HDLC-Rahmen aus der Blockbegrenzung (Flag), dem Adressfeld, dem Steuerfeld, dem Datenfeld, dem Blockprüffeld (FCS) und einer abschließenden Blockbegrenzung.

Aufbau des HDLC-Rahmens
Aufbau des HDLC-Rahmens lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

HDLC benutzt Duplex-Betrieb und bietet die Quittierung von mehreren Blöcken, in der Regel acht. Die Zusammenfassung von acht Blöcken zu einer Quittierungseinheit wird Fenster (Window) genannt.

HDLC ist aus dem SDLC-Protokoll hervorgegangen, das IBM in der SNA-Architektur verwendet. Die Datenblöcke eines Fensters sind von 0 bis 7 (000 - 111) durchnummeriert und werden bei unterschiedlichem Eintreffen am Empfangsort entsprechend wieder richtig zusammengesetzt. Eines der wichtigsten Merkmale von HDLC ist die Flusskontrolle.

Diagramm der HDLC-Sequenz
Diagramm der HDLC-Sequenz lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Jedes Fenster wird vom Empfänger quittiert. Das Ausbleiben einer Quittung veranlasst den Absender, vom Versand weiterer Datenpakete zunächst abzusehen. So wird verhindert, dass der Datenempfänger mit Datenpaketen »überschwemmt« wird. Bei HDLC gibt es zwei verschiedene Betriebsarten, den Unbalanced Normal Response Mode (NRM) und den Asynchronous Balanced Mode (ABM). Beim ABM-Modus werden drei Typen von Frames eingesetzt: erstens Unnumbered Frames für die Funktionen bei Verbindungsaufbau und -abbau. Diese Rahmen enthalten nicht die bei HDLC implizit durch Sequenznummerierung gegebene Acknowledgement-Information. Zweitens die I-Frames für den Transport der Information und drittens Supervisory Frames für Fehlerkorrektur und Flusskontrolle.

HDLC hat eine Bitfehlerrate um etwa 3,5 x 10exp-4, die Blockfehlerrate liegt bei etwa 10exp-9.

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