DVD (digital versatile disc)
DVD steht für Digital Versatile Disc, was auf die Vielseitigkeit hinweist. Die DVD soll sowohl herkömmliche Compact Discs (CD), aber auch Videobänder als Speichermedium ablösen. Diese silberglänzende, 12 cm, als Mini-DVD auch 8 cm Durchmesser große Plastikscheibe entspricht in ihrem Aussehen und in den Abmessungen der Compact Disc, zu der sie auch abwärtskompatibel ist. Sie hat allerdings eine wesentlich höhere Speicherkapazität, die bis zu 17 GB groß sein kann. Das hängt einerseits mit dem doppelseitigen Aufbau und der Schichtstruktur zusammen, aber auch mit der höheren Speicherdichte, die auf die kürzere Wellenlänge des Rotlichtlasers zurückzuführen ist.
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Speichervarianten der DVD ![]() |
Eine DVD kann ein- oder doppelseitig und mit einer oder zwei Aufzeichnungsschichten ausgestattet sein. Eine doppelseitige DVD besteht aus zwei aufeinander geklebten Halbdisks von 0,6 mm Dicke, die auf beiden Seiten Speicheroberflächen haben. Jede Speicheroberfläche kann wiederum aus zwei Speicherschichten bestehen. Es stehen also mehrere unterschiedliche DVD-Typen mit unterschiedlichen Speicherkapazitäten zur Verfügung, wobei die Typenbezeichnung die Speicherkapazität enthält: DVD-5 mit 4,7 GB, DVD-9 mit 8,5 GB, DVD-10 mit 9,4 und DVD-18 mit 17 GB. Bei den kleineren DVDs, den Mini-DVDs, gibt es die DVD-1, die DVD-2, die DVD-3 und die DVD-4.
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Pitgröße und Spurabstand bei DVDs, Grafik: DVD-Forum ![]() |
Eine weitere Erhöhung der Speicherkapazität wird durch den Einsatz eines kurzwelligen roten Lasers mit 650 nm (635 nm) Wellenlänge und einer numerischen Apertur (NA) der Linse von 0,6 erzielt. Im Unterschied zur Compact Disc wird mit dem kurzwelligeren Laserlicht eine geringste Pitgröße von nur 0,4 µm gebrannt, was sich in einem Spurabstand von nur 0,74 µm auswirkt.
Die Datenspeicherung erfolgt in spiralförmigen Spuren von innen nach außen, wobei die Daten in dem Wechsel zwischen Pits und Lands gespeichert sind. Je nach DVD-Typ erfolgt die Datenspeicherung auf einer oder beiden Seiten sowie in einer oder beiden Speicherschichten. Da die jeweils obere Speicherschicht halbdurchlässig ist, können beide übereinander liegenden Schichten einer Speicheroberfläche mit einer Laseroptik abgetastet werden, und zwar abhängig davon, auf welche Schicht der Laser fokussiert ist. Dieses Verfahren des Wechselvorgangs zwischen den beiden Schichten wird als Phase-Change-Verfahren bezeichnet.
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Vergleich von CD und DVD ![]() |
Wie bei der CD gibt es bei der DVD verschiedene Formate, die nur lesbar sind, andere, die einmal beschreibbar sind, und wieder andere, die vielfach beschreibbar und wiederbeschreibbar sind. Die bekanntesten Formate sind die Nur-Lese-Varianten DVD-Video, DVD-Audio und DVD-ROM und die Schreibversionen DVD-R, DVD-RW, DVD+RW und DVD-RAM. Während die DVD-ROM bereits 1996 standardisiert wurde, konnte man sich beim DVD-Schreibstandard noch nicht einigen. Hier konkurrieren die nicht miteinander kompatiblen DVD-RAM, DVD-R, DVD-RW und DVD+RW um die Standardisierung. Die Spezifikationen der DVD werden von dem DVD-Forum, in dem alle namhaften Unternehmen vertreten sind, ausgearbeitet und überwacht.
DVDs eignen sich für die Speicherung von qualitativ hochwertigen Videos und von vielkanaligen (8 Kanäle) Tonaufnahmen.
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