DiSEqC (digital satellite equipment control)

Digital Satellite Equipment Control (DiSEqC) ist ein Verfahren mit dem LNB-Converter, Multischalter und Antennenmotore geschaltet und gesteuert werden können. Mit der DiSEqC-Technik kann die Satellitenantenne auf verschiedene Satelliten gedreht werden. Außerdem kann der LNB-Converter über Steuersignale in den Empfangsfrequenzbändern für analoges Fernsehen und Digital-TV und in den Polarisationsebenen umgeschaltet werden.

Der DiSEqC-Steuerbefehl wird von der Settop-Box, dem Satelliten- oder Digitalreceiver aus gesteuert und kann gleichermaßen für analoge und digitale Programme eingesetzt werden. Die Umschaltung erfolgt über einen Burst, der von der Settop-Box über das Antennenkabel an den Antennenschalter gesendet wird.


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Die verschiedenen DiSEqC-Varianten.

4x1-DiSeqC-Switch, 
     Foto: andersoncom.com
4x1-DiSeqC-Switch, Foto: andersoncom.com lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

Es gibt diverse DiSEqC-Versionen (1.0, 1.1, 1.2, 1.3, 2.0, 2.1 und 3.0), die sich in der Steuerung und der Kommunikation mit den Satelliten-Empfangseinrichtungen unterscheiden.

Bei DiSEqC 1.0 handelt es sich um die gebräuchlichste Variante mit einem Master (Receiver) und mehrere Slaves (Multischwitche, LNBs), bei der der Master unidirektional die Slaves steuert. Mit dieser Version können bis zu vier Satellitenpositionen angesteuert werden. Außerdem können mit der 14/18-V-Gleichspannung die beiden Polarisationsebenen und über das 22-kHz-Steuersignal die Low- und High-Band-Frequenzbänder für analoges Fernsehen und Digital-TV geschaltet werden.

DiSEqC 1.1 entspricht der Version 1.0, bietet aber zusätzlich vier Schaltmöglichkeiten. Das bedeutet, dass in dieser Version 64 verschiedene Satellitenpositionen angewählt werden können.

Steuersignale für LNB/LNC-Converter
Steuersignale für LNB/LNC-Converter lexikon, kompendium, computer, it, elektronik

In der Version DiSEqC 1.2 können die Satellitenpositionen von den Motoren der Satelliten-Empfangsanlage gespeichert und vom Receiver aus aufgerufen und angesteuert werden. Unterstützt wird diese Version von der automatischen Satellitenlokalisierung, genannt USALS, die auch in DiSEqC 1.3 eingesetzt wird.

Bei DiSEqC 2.0 und den weiteren 2.-Varianten ist die Kommunikation zwischen Master und Slaves bidirektional. Über den Rückkanal werden Informationen über die Anzahl der angeschlossenen LNBs gesendet. In dieser Version kann die Konfiguration der Empfangseinrichtung festgestellt und umgeschaltet werden. Die Version 2.0 ist auch für drehbare Antennenanlagen geeignet. Der Vorteil von DiSEqC 2.1 liegt im Empfang von bis zu 64 Satelliten für analoges Fernsehen und Digital-TV. 2.1 kann vier weitere Multiswitche adressieren.

DiSEqC 3.0 ist für Unicable mit bis zu 30 Teilnehmern. Sie bietet zusätzliche Programmiermöglichkeiten und bidirektionale Kommunikation.