digital multimedia broadcast

DMB

Der von der ETSI im Jahre 2005 standardisierte Broadcastdienst Digital Multimedia Broadcast (DMB) zielt auf interaktive multimediale Dienste für Mobilgeräte wie Digital-Rundfunk, digitalem Fernsehen und Websites. Einen vergleichbaren Anspruch hat DVB-H und ISDB-T.

Samsung-Mobilgerät als Empfänger für Digital Multimedia Broadcast (DMB)
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Als Übertragungsinfrastruktur benutzt Digital Multimedia Broadcast das Netz von Digital Audio Broadcast (DAB), das um eine vom Empfänger ausgeführte Fehlerkorrektur ergänzt wird. Durch diese spezielle Fehlerkorrektur-Technik können die DMB-Signale auch an geografisch ungünstigen Empfangsorten fehlerfrei dargestellt werden. Darüber hinaus kann die Unequal Error Protection (UEP) für jedes individuelle Programm und jeden Kanal gesetzt werden und schützt alle, denen eine höhere Priorität zugewiesen wurde. Dies ist für den mobilen Empfang besonders wichtig, da sich die Empfangsbedingungen ständig ändern können.

DMB arbeitet mit dem breitbandigen DAB-Netz für das Broadcast und setzt beim Rückkanal auf vorhandene Mobilfunknetze. Die DMB-Videosignale werden in MPEG-4 codiert und mit einer Übertragungsrate von über 1 Mbit/s übertragen. Das bedeutet, dass über DMB etwa vier Fernsehprogramme mit ca. 400 kbit/s übertragen werden können. Im Gegensatz dazu können in einem DVB-H-Kanal 25 Multimedia-Programme untergebracht werden.

Die Empfangsfeldstärke von DMB ist geringer als die von DVB-H, was sich letztendlich in einer längeren Batterielebensdauer bemerkbar macht.

DMB wurde 2005 als offizieller europäischer Standard von der ETSI verabschiedet. Es gibt die Version für die terrestrische Übertragung, T-DMB, und für die satellitengestützte, S-DMB.

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