digital enhanced cordless telecommunications

DECT

DECT ist ein europäischer Standard für schnurlose Telefonie und wurde von ETSI, dem European Telecommunications Standards Institute, 1991 entworfen und 1992 offiziell verabschiedet. DECT definiert die Luftschnittstelle zwischen dem mobilen Handgerät und der Basisstation, wobei sowohl Sprachübertragung als auch Datenübertragung mit flexiblen Übertragungsgeschwindigkeiten unterstützt werden.

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DECT zeichnet sich aus durch eine hohe Sprachqualität und Abhörsicherheit, durch Teilnehmer-Identifikation und Identifikation von Feststation und Mobilstation, durch Zugangsberechtigung und dynamische Kanalbelegung, durch hohe Verkehrsdichte und unterbrechungsfreien Kanalwechsel, durch schnellen Verbindungsaufbau und flexible Zuteilung der Datenraten und durch vieles andere mehr.

In der Standardisierung sind Schnittstellen und Systemstrukturen definiert, dabei wurden, im Rahmen des Common Interface (CI) der Zugang zu den öffentlichen Diensten mit dem Public Access Profile (PAP) definiert, ebenso wie die Kompatibilität zwischen Endgeräten unterschiedlicher Anwender mit dem Generic Access Profile (GAP).

Der DECT-Standard definiert ein zellulares Mobilfunksystem für die In-house-Kommunikation für tragbare Sprach- und Datenendgeräte für Distanzen bis zu 300 Metern. Das Übertragungs-Frequenzband liegt zwischen 1,880 GHz und 1,990 GHz. Als Modulationsverfahren benutzt DECT GMSK, als Zugriffsverfahren TDMA.

Frequenzbänder von GSM, DECT und UMTS
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Darüber hinaus gibt es noch das Upbanded DECT, das im ISM-Band arbeitet und wie Bluetooth und HomeRF für die drahtlose Kommunikation und für WLANs eingesetzt wird.

Der DECT-Standard unterstützt je nach Kanaltyp Übertragungsgeschwindigkeiten von 32 kbit/s bzw. 25,6 kbit/s, wobei zur Geschwindigkeitserhöhung die Kanäle auch gekoppelt werden können, wodurch maximale Datenübertragungsraten von bis zu 1.152 kbit/s möglich sind. Darüber hinaus kann einer bestehenden Verbindung auch eine wechselnde Anzahl von Kanälen zugewiesen werden, wobei jeder Kanal in seiner Übertragungsrichtung festgelegt werden kann. DECT berücksichtigt das Internetworking mit dem GSM-Netz, mit ISDN und X.25.

DECT soll die bestehenden Funktelefonsysteme der CT2-Systeme ersetzen. Bei der Definition des DECT-Standards wirkten Telekom-Spezialisten von europäischen PTTs und Herstellern mit. Dies erklärt auch, warum dieser Standard mehr auf die Anforderungen der Sprachkommunikation als auf die Bedürfnisse der Datenkommunikation ausgerichtet ist.

Verschiedene DECT-Geräte von Ericsson
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DECT unterscheidet sich von GSM durch eine hohe Teilnehmerdichte auf einer relativ kleinen Fläche. Bei DECT können bis zu 100.000 Teilnehmer pro Quadratkilometer kommunizieren. Darüber hinaus gibt es grundlegende Unterschiede in der relativen Bewegung der Teilnehmer. Bei DECT darf die Bewegung der Teilnehmer 20 km/h nicht überschreiten, im Gegensatz dazu kann in GSM-Netzen noch bei Geschwindigkeiten von 250 km/h kommuniziert werden.

http://www.dect.ch

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