data over cable service interface specification
DOCSIS
Hinter DOCSIS verbirgt sich der potenzielle CATV-Standard der USA, der von allen namhaften US-Kabelmodem-Herstellern unterstützt wird. 1997 wurde die erste Version von DOCSIS von CableLab veröffentlicht, in der bereits Basisfunktionalitäten für QoS implementiert waren. Bereits im Jahre 1999 wurde die erweiterte Version von DOCSIS V1.1 veröffentlicht, die insbesondere Erweiterungen für die Übertragung von VoIP und andere zeitkritische Dienste berücksichtigte, z.B. standardisiertes IP-Multicast, Upstream-Fragmentierung über den Head-End und vollständige QoS-Eigenschaften inklusive der Available Bit Rate (ABR), Variable Bit Rate (VBR) und Constant Bit Rate (CBR). Darüber hinaus wird die Privatsphäre mit digitalen Signaturen durch ein Public-Key-Verfahren geschützt. Jeder Anwender kann authentisiert werden und erhält nur die ihm zugeordneten Daten.
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DOCSIS-Protokollschichten in Bezug auf das OSI-Schichtenmodell ![]() |
Da die Spezifikationen der europäischen Kabelverteilnetze von den US-amerikanischen abweichen, wurden 1998 Spezifikationen für europäische Kabelnetze vorgestellt, die so genannten EuroDOCSIS.
Beim amerikanischen DOCSIS, das von der ITU unter der Empfehlung J.112 standardisiert ist, hat der Vorwärtskanal eine Bandbreite von 6 MHz, der Rückkanal liegt im Frequenzbereich zwischen 5 MHz und 42 MHz und hat wählbare Bandbreiten. Alle Änderungen des EuroDOCSIS gegenüber der amerikanischen Version beziehen sich ausschließlich auf die physikalische Schicht des OSI-Referenzmodells, alle anderen Schichten, speziell der MAC-Layer, bleiben unverändert.
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