CODEC (compression/decompression)

Kompression/Dekompression

Das Kunstwort Codec steht für Compression und Decompression.


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Bei einem Codec handelt es sich um eine software- oder hardwaremäßige Funktionseinheit, die Audio- oder Videosignale nach vorgegebenen Verfahren in Echtzeit verändert. Die Verfahren sind von der ITU standardisiert und u.a. in den ITU-Empfehlungen H.261, H.263, H.320, H.321 und H.323 beschrieben. Codecs werden in der Multimediatechnik, der Audio- und Video-Kommunikation eingesetzt. So bei der Bildtelefonie, bei Videokonferenzen, bei der Audiowiedergabe in oder bei der Internet-Telefonie.

Bei den Video-Codecs unterscheidet man zwischen den Intra-Frame-Codecs und den Inter-Frame-Codecs. Erstere versuchen so viele Informationen wie möglich aus einem einzelnen Bild zu tilgen; die Codecs, die mit dem Inter-Frame-Verfahren arbeiten, vergleichen zwei aufeinander folgende Vollbilder und ermitteln die Differenz zwischen beiden. Dieses Verfahren wird vorwiegend bei Video eingesetzt.

Da Codecs mit unterschiedlichen Kompressionsalgorithmen arbeiten, kann es zu starken Qualitätsunterschieden kommen und zwar in Bezug auf die Bild- oder Tonqualität, die sich in der Kontinuität in der Darstellung und Übertragung ausdrückt.

Die wichtigsten Hardware-Codec für Video sind Motion-JPEG, Px64 nach H.261 und H.320, und MPEG in den verschiedenen Varianten. An Software-Codecs sind zu nennen Cinepak, Indeo, DivX, Quicktime, Video for Windows und Windows Media Video (WMV).

Wichtige Audio-Codecs sind aacPlus, mp3pro, Ogg Vorbis, RealAudio, Windows Media Audio, QDesign u.a.

Da Codecs im Allgemeinen durch viele Patente und firmeninternes Wissen belegt sind, werden häufig nur wenige Details über deren Algorithmen und Verfahren publiziert.

Die Abkürzung Codec wird häufig auch im Zusammenhang mit einem Codierer/Decodierer verwendet.

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